Vikt. Aschaffenburg - FC 05 Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr)

Spüren die Schweinfurter noch die Nachwehen des abgesagten Erstrunden-Pokalspiels gegen den Bundesligisten Schalke 04? Tobias Strobl, Coach des FC 05 Schweinfurt, winkt ab. "Wir hatten natürlich Respekt davor, wie sich das Ganze auswirken würde. Geschäftsführer Markus Wolf hat dann zur Mannschaft gesprochen und das Training danach war sensationell gut."

Knapp eine Woche später steht für die Nullfünfer wieder eine Pokalbegegnung auf dem Plan. Am Samstag ist das Team im neu geschaffenen Regionalliga-Ligapokal-Wettbewerb bei Viktoria Aschaffenburg zu Gast.

Die Mannschaft sei heiß darauf, wieder in den Wettkampfmodus zu kommen, erklärt Strobl während der Online-Pressekonferenz. "Wir wollen bei dieser Standortbestimmung überzeugen, uns aber trotzdem nicht verrückt machen lassen."

Der 32-Jährige warnt vor dem derzeitigen Liga-Vierten. Wohl auch, weil die Aschaffenburger den schmerzhaften Verlust von Goalgetter Björn Schnitzer, der zum Hessenligisten SC Hessen Dreieich gewechselt ist, kompensieren konnten. Neuzugang Marcel Schelle, Benjamin Baier und Clay Verkaj attestiert der frühere Ingolstädter zumindest "enorme Qualität im Zentrum".

Doch die ist bei den Grün-Weißen auch vorhanden. Sie überzeugten in der Vorbereitung vor allem gegen Regionalligisten, weswegen sich Strobl vor dem Pflichtspiel-Comeback auch nicht in die Karten schauen lässt. Klar ist nur, dass er und sein Trainerteam die erlaubten fünf Wechsel ausnutzen wollen. Wer dann wen ersetzen soll, ist noch offen - wie auch die Systemfrage: Strobl ließ bei den Tests nicht nur im variablen 3-5-2 agieren, sondern setzte auch auf ein 4-4-2 mit Raute, was dabei helfen soll, noch unberechenbarer zu werden.

Zuträglich ist da auch der Umstand, dass bis auf die Langzeitverletzten Ronny Philp und Stefan Kleineheismann alle Mann an Bord sind. Doch der bedeutet auch, dass es wohl noch ein Weilchen dauern wird, bis sich eine Stammformation herauskristallisiert hat.

"Die Spannung ist hoch, die Jungs halten sich alle selbstständig im Wettkampfmodus, so dass keiner weiß, dass er sicher spielt. Momentan geben alle Vollgas", sagt Strobl.dog