Die SPD hat mit ihrem Oberbürgermeister-Kandidaten Ralf Hofmann das Rathaus in Schweinfurt nach mehr als drei Jahrzehnten zurückerobert. Damit wird die aktuell schwer gebeutelte Industriestadt im Norden Bayerns erstmals seit 1992 wieder von einem Sozialdemokraten geführt. Hofmann erreichte laut vorläufigem Endergebnis bei der Stichwahl 67,7 Prozent der Stimmen. Oliver Schulte von der CSU konnte lediglich 32,3 Prozent auf sich vereinen.
Hofmann übernimmt sein Amt am 1. Mai. Die Wahlbeteiligung betrug laut Stadtverwaltung 39,9 Prozent. Wahlberechtigt waren rund 38.000 Bürger. Oberbürgermeister Sebastian Remelé (CSU) war nach drei Amtszeiten nicht erneut angetreten. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatten sich sieben Kandidaten um das Amt beworben.
Auf Platz drei landete der AfD-Kandidat Thomas Felsner, der es mit 16,2 Prozent jedoch nicht in die Stichwahl schaffte. Schweinfurt ist industriell stark geprägt, viele Zulieferbetriebe etwa für die Autoindustrie sind in der Mainstadt angesiedelt. Die Branche schwächelt momentan - die Region verlor zuletzt hunderte Arbeitsplätze.
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