Kein Public Viewing in Schweinfurt: Geplant war die Übertragung jedes Spiels der WM 2018 auf einer großen Videowand auf dem oberen Marktplatz in Schweinfurt, doch daraus wird nun nichts. Der Veranstalter "Space" aus München führt für die Absage des Public Viewings auf dem Schweinfurter Marktplatz gleich mehrere Gründe ins Feld: Zum einen sei es nicht gelungen, einen regionalen Gastronomen als Partner für das Event zu finden. Zum anderen habe sich auch kein Sicherheitsunternehmen bereiterklärt, die Veranstaltung abzusichern. Generell hätte sich zu wenige Sponsoren zur Finanzierung des Public Viewings gefunden. Nun drohe ihm finanzieller Verlust, klagt der Veranstalter.


Stadt Schweinfurt: "Planung einer Alternative nahezu unmöglich"

Die Stadt Schweinfurt zeigt sich in einer Pressemitteilung von der kurzfristigen Absage der verbindlich zugesicherten Veranstaltung überrascht. Die Planung einer Alternative sei nun nicht mehr möglich. "Völlig überraschend erhielt die Stadt Schweinfurt die Absage des Public Viewing in Schweinfurt durch das Münchner Veranstaltungsunternehmen Space. [...] Besonders bedauerlich ist für die Stadt Schweinfurt die Tatsache, dass auf Grund der unerwarteten Absage kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft, die Planung einer Alternative nahezu unmöglich ist und den Bürgerinnen und Bürger daher aller Voraussicht nach kein Public Viewing angeboten werden kann. Die Stadt bemüht sich gleichwohl darum, kurzfristig einen anderen Veranstalter zu finden."


Veranstalter "Space" lehnte Hilfe der Stadt ab

Auch erhebt die Stadt in der Pressemitteilung Vorwürfe gegen den Münchener Veranstalter: "Für die Stadt Schweinfurt ist dies so nicht nachvollziehbar, da es bereits Mitte April die verbindliche Zusage gab, dass das Public Viewing plangemäß durchgeführt wird." Zuvor sei die Stadt dem Veranstalter hinsichtlich einiger Rahmenbedingungen der Veranstaltung weit entgegengekommen. Auch die Polizeiinspektion Schweinfurt habe bereits viel Zeit und Engagement investiert, um die Veranstaltung mit Kräften zu unterstützen. Pikant: Der Veranstalter habe die Unterstützung der Stadt im Dezember 2017 explizit abgelehnt.