Ein Lastwagenfahrer wurde am 31. Juli 2020 auf einem Parkplatz an der A70 von einem minderjährigen Mädchen angesprochen: Das Kind bot dem Fahrer sexuelle Dienste an. Der Fahrer verständige die Polizei. Beamte der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck hatten damals sofort nach dem Mädchen gefahndet - und fanden es kurze Zeit später mit dem Lebensgefährten der Mutter. 

Die Beamten befragten das Mädchen, woraufhin sich ergab, dass es sexuell missbraucht wurde. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde inzwischen gegen die Mutter, den besagten Lebensgefährten und einen weiteren Mann die Untersuchungshaft angeordnet. 

Mutter toleriert, dass ihr Lebensgefährte ihre Tochter missbraucht

Dem Lebensgefährten wird vorgeworfen, dass er im Zeitraum von 2018 bis 2020 an dem Mädchen, das 2018 neun Jahre alt war, sexuelle Handlungen vorgenommen hat. Die Taten ereigneten sich vorwiegend in der gemeinsamen Wohnung, so das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung. 

Doch dem nicht genug: Der Hauptverdächtige soll von dem Missbrauch Video- und Bildmaterial angefertigt haben. Zudem war er im Besitz zahlreicher Kinderpornos. Des Weiteren soll er in mindestens zwei Fällen das Mädchen einem 50-jährigen Mittelfranken übergeben haben, damit dieser das Kind missbrauchen kann. 

Im Juli 2020 kam der Lebensfährte dann auf die Idee, das Mädchen Lkw-Fahrern auf der Autobahn gegen Geld anzubieten. Ein Fahrer soll das Angebot auch angenommen haben, so die Polizei weiter. Die Mutter des Mädchens sitzt auch in Untersuchungshaft. Ihr wird vorgeworfen von den Taten gewusst und sie toleriert zu haben, anstatt einzuschreiten. Auch der 50-jährige Mittelfranke sitzt in Untersuchungshaft.