Bereits im Mai 2020 war es in Schweinfurt am Roßmarkt, in einem Linienbus und einer Haltestelle, zu einem Übergriff auf einen 17-Jährigen gekommen. Eine Gruppe von drei Jugendlichen folgten einem 17-Jährigen und dessen Begleiter in einen Linienbus. Die Gruppe zwang den jungen Mann, an einer Haltestelle in der Geldersheimer Straße auszusteigen. 

Sie drängten ihn dort zwischen zwei Garagen und drohten ihm, weh zu tun, wenn er ihnen nicht sein Portemonnaie gibt. Die Täter konnten einen geringen Geldbetrag erbeuten und flüchteten. Schon da war bereits die Polizei eingeschaltet. Eine 22-Jährige beobachtete die Gruppe und den 17-Jährigen schon im Bus und stieg ebenfalls an der Haltestelle mit aus. Obwohl sie ihre zwei kleinen Kinder dabei hatte, sah sie nicht weg, sondern informierte die Polizei und hielt die Beamten bis zur Ankunft auf dem Laufenden. 

22-Jährige steigt mit aus - und informiert Polizei

Ihr großes Engagement und ihr vorbildliches Verhalten hatten somit maßgeblich dazu beigetragen, dass polizeiliche Fahndungsmaßnahmen erfolgreich verliefen und die Tat rasch aufgeklärt werden konnte. Drei dringend Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 20 Jahren wurden nach kurzer Flucht vorläufig festgenommen, berichtet die Polizei Unterfranken in einer Pressemitteilung.

Der ermittlungsführende Beamte, Kriminalhauptkommissar Joachim Vogt, und der Leiter der Kripo Schweinfurt, Kriminaldirektor Thomas Gütlein, ließen es sich nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen nicht nehmen, die 22-Jährige zur Dienstelle einzuladen, um sich persönlich bei ihr zu bedanken, heißt es weiter.