Mittwochnacht (30. September 2020) hat eine Polizeistreife in Schweinfurt einen ukrainischen VW Sharan kontrolliert. Dabei bemerkten die Beamten, dass im Auto mehrere Hundetransportboxen verstaut waren. Weitere Ermittlungen ergaben, dass den beiden Insassen - zwei Männer - des Sharans aufgetragen wurde verschiedene Tiere an mehrere Leute auszuliefern.

Die Leute hatten die Tiere zuvor über eine internationale Website gekauft. Die Beamten gingen deshalb von einem illegalen Tierhandel aus. Im Kofferraum fanden sie zwei Hunde, die in Käfige eingesperrt waren. Die hygienischen Bedingungen im Auto seien besorgniserregend gewesen, berichtet die Polizeiinspektion Schweinfurt in einer Pressemitteilung.

Hygienebedingungen "besorgniserregend": Tiere sitzen in Exkrementen

Demnach saßen die Tiere in ihren Exkrementen. Bei der Sichtung der Papiere für die Hunde wurden zudem eindeutige Fälschungsmerkmale erkannt, Impfzeugnisse waren gar nicht vorhanden. Daraufhin wurde die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit in den Fall einbezogen. 

Die Tiere wurden in Obhut genommen und einem Tierheim übergeben. Die beiden Männer erwartet ein Strafverfahren nach demTierschutzgesetz.