Der plötzliche Tod von Justine Heim am 24. Juni 2025 hat zahlreiche Menschen erschüttert. Sie war auf verschiedenste Weisen in ihrer Stadt präsent: Etwa als Christkind, Kirchweihkönigin oder Feuerwehrfrau. Die 27-jährige Bankkauffrau hatte in ihren letzten Tagen über Kopfschmerzen geklagt, wollte aber nicht auf ein gemeinsames Wochenende mit ihrer Freundin samt Hunden im Allgäu verzichten.

Doch am Freitag meldete sie sich plötzlich nicht mehr und wurde schließlich bewusstlos in ihrer Wohnung gefunden. Die spätere Todesursache lautete Sinusvenenthrombose. Dabei handelt es sich laut der Deutschen Hirnstiftung um ein Blutgerinnsel in den großen Venen im Gehirn. Doch Justines Entscheidung für einen Organspendeausweis lässt ihre Mutter im Gespräch mit inFranken.de sagen: "Sie lebt weiter."

"Wie wichtig dir Geben war": Organe von Rotherin leben in vier Frauen weiter

Mit 16 Jahren füllte ihre Tochter einen Organspendeausweis aus, erinnert sich Jutta Heim. Er ist kostenlos in Apotheken, Arztpraxen, Krankenhäusern, Bürgerämtern oder bei Krankenkassen erhältlich. Alternativ können er online auf der Seite www.organspende-info.de ausgefüllt, als PDF heruntergeladen oder als Plastikkarte bestellt werden. Auch eine telefonische Bestellung über die Hotline (0800 9040400) ist möglich. 

Laut dem Verein Junge Helden schlägt Justines Herz heute in einer jungen Frau weiter, ihre Leber und beide Nieren gingen an weitere Frauen. "Wer dich kannte, wusste, wie wichtig dir Geben war. Du wusstest, was man schenken kann und wie man anderen eine Freude macht, mit Dingen, mit Gesten, mit Zeit", so der Verein, der sich für die Organspende stark macht. Auch Justines Freunde engagieren sich jetzt. "Ihre Freundin verteilt fleißig Organspendeausweise und zum halbjährigen Todestag haben sich sieben Leute das Organsondelogo Opt.Ink stechen lassen. Eine Freundin hat das Symbol an einer Kette", so Heim.

Auch sie wirbt für die Organspende: "Man schenkt Menschen damit ein Leben, ein wertvolleres und bewussteres Leben." Der Ausgangspunkt jeder Spende ist der Hirntod, der nach strengen Richtlinien festgestellt wird, wie Junge Helden informiert. Im Rahmen der Untersuchungen werden körperliche Tests durchgeführt, um einen vollständigen Ausfall der Hirnfunktion - das heißt von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm - festzustellen. Zusätzlich erfolgen weitere Untersuchungen, um die Irreversibilität des Zustands zu bestätigen. Der Beobachtungszeitraum liegt zwischen 12 und 72 Stunden.

Angehörige können rührende Dankesbriefe von Empfängern erhalten

Liegen ein Organspendeausweis und die Zustimmung der Angehörigen nach dem Willen des Verstorbenen vor, ist die Einwilligung zur Organentnahme rechtsgültig, führt der Verein fort. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) untersucht dann den Verstorbenen auf mögliche Infektionen oder Tumorerkrankungen, die den Empfänger gefährden könnten.

Die Spendermeldung geht anschließend bei Eurotransplant ein - der zentralen Vermittlungs- und Koordinierungsstelle für Organe von hirntoten Spendern aus Belgien, Deutschland, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Kroatien, Slowenien und Ungarn. Die Verteilung der Organe erfolgt dann nach einer bestimmten Rangfolge, die Erfolgsaussicht, Dringlichkeit und Wartezeit berücksichtigt. 

In Deutschland haben transplantierte Menschen die Möglichkeit, einen Dankesbrief an die Angehörigen der spendenden Person zu verfassen. Der Austausch dieser Briefe erfolgt anonym über die DSO. Voraussetzung dafür ist, dass beide Seiten dem Briefwechsel im Vorfeld zustimmen. Auch Jutta Heim hat sich dafür entschieden, was ihr sehr bewegende Momente beschert habe, wie sie versichert. 

Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.

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