Im Zuge mehrerer Kontrollen hat die Polizei Roth in einer Shisha-Bar zahlreiche Verstöße gegen einschlägige Vorschriften des Gaststättengewerbes sowie des Infektionsschutzes festgestellt. Das Landratsamt Roth widerrief in diesem Zusammenhang die Gaststättenerlaubnis der Shisha-Bar.

Zunächst hatten Beamte der Polizeiinspektion Roth die Shisha-Bar am Willy-Supf-Platz Anfang September 2020 einer routinemäßigen Gaststättenkontrolle unterzogen und stellten dabei fest, dass gegen die Sperrzeit verstoßen wurde. Das teilt die Polizei im aktuellen Polizeibericht mit. Am Wochenende kam es auch in einer Nürnberger Shisha-Bar zu Verstößen. 40 Menschen feierten auf engem Raum. 

Immer wieder gab es Verstöße - Polizei schreitet ein

Der Betrieb der Shisha-Bar bot allerdings auch in den darauffolgenden Wochen wiederholt Anlass für polizeiliches Einschreiten. Neben Ruhestörungen und Sperrzeitverstößen registrierten Polizeibeamte immer wieder Verfehlungen gegen einschlägige Betriebsvorschriften wie beispielsweise das Jugendschutzgesetz oder das Gesundheitsschutzgesetz. Allerdings machten die Polizisten auch die Entdeckung, dass die Gäste der Bar weder den Abstandsregeln noch der Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutz nachkamen.

Der vorläufige Höhepunkt der registrierten Verfehlungen waren rund 100 Besucher. Diese stellte die Rother Polizei bei einer erneuten Kontrolle am vergangenen Samstag (24.Oktober 2020) in der überfüllten Gaststätte fest. Ein Zustand, der für die Polizei im Hinblick auf den geltenden Infektionsschutz in dieser Form nicht tragbar war. Die Folge für den 23- jährigen Gastwirt waren entsprechende Anzeigen der Polizei an das Landratsamt Roth.

Das Landratsamt hat auf die wiederholt festgestellten Verstöße bereits reagiert. Ein Bescheid zum Widerruf der Gaststättenerlaubnis wurde dem betroffenen Gastronom am Mittwochabend (28.Oktober 2020) im Beisein einer Polizeistreife ausgehändigt. Der Betrieb der Shisha-Bar muss demnach mit sofortiger Wirkung eingestellt werden.