Etwas mehr als 30 Jahre war das familiengeführte "Weinhaus" mit Galerie und Café in Roth nicht nur eine beliebte Einkaufsadresse für Wein, Spirituosen und Feinkost, sondern auch ein gemütlicher Ort zum Einkehren auf einen Kaffee oder ein Stück Kuchen. Inhaberin Friederike Trisle führte das Geschäft über die Jahre und prägte es maßgeblich.

Nun ist diese Ära zu Ende: Der Laden schloss Ende Februar seine Türen, die Regale wirden leergeräumt. Doch ganz verschwindet das Weinhaus-Konzept nicht von der Bildfläche. Gegenüber inFranken.de erklärte Georg Trisle, der Ehemann der Inhaberin, wie es nach der Schließung des Ladens weitergeht. 

"Wir sind nicht mehr die Jüngsten": Weinhaus am Kugelbühl in Roth schließt

Bei den Gästen und Kunden erfreute sich das "Weinhaus und Galerie" in der Kugelbühlstraße großer Beliebtheit. In den Google-Bewertungen erreichte das Geschäft aus Weinhandlung und Café fünf von möglichen fünf Sternen bei 28 Rezensionen. Nutzer hoben besonders das breite Sortiment und die freundliche Beratung hervor und beschrieben das Weinhaus als "Bereicherung für unsere Stadt" oder als "schönen Ort, um mit einem Glas Wein oder Prosecco die Seele baumeln zu lassen". Doch damit ist nun Schluss.

"Wir schließen zum Ende des Monats", erklärte Georg Trilse gegenüber inFranken.de im Februar. Auf der Plattform Restlos.com gab es eine Online-Auktion zur Auflösung des Inventars - versteigert wurden Gastrogeräte, Weinregale, Möbel und Café-Einrichtung. Unter den Hammer kamen 136 Einzelposten

Neben gestiegenen Kosten, die viele Betriebe tagtäglich betreffen, sei die Entscheidung zur Schließung des Geschäfts in Roth vor allem aus Altersgründen gefallen.  "Wir sind nicht mehr die Jüngsten", sagte der 76-Jährige. Doch in den Ruhestand möchten er und seine Frau Friederike keineswegs gehen.

Aufwand am Standort Roth war zu groß: Weinhaus lebt in Schwabach fort

"Wir haben noch einen kleinen Laden in Schwabach", erklärte Trilse. Dieses Geschäft soll auch zukünftig weitergeführt werden – fortan gemeinsam mit seiner Frau. "In Roth war es ein sehr großer Laden mit Café, und der ganze Aufwand ist eben doch beträchtlich", hielt Georg Trilse fest.

Im "Weinhaus an der Rosenberger" wird den Gästen künftig weiter ein breites Angebot an Weinen und Spirituosen sowie Spezialitäten aus der Feinkostküche geboten - von Schokoladenpralinen bis zu italienischen Antipasti. Nur eben ohne Café und Galerie.

Im oberfränkischen Bamberg musste kürzlich ebenfalls ein Café seine Türen schließen. Das "Backstübla" in der Oberen Sandstraße war seit 13 Jahren ein beliebter Ort für seine Gäste. Doch auch hier ist noch nicht aller Tage Abend, denn das Kunst-Café wird an einem anderen Standort wiedereröffnet, wie die Betreiberin der Redaktion verrät.