Angebliche Mediziner verteilten am Dienstag (14. April 2026) in Hilpoltstein, Greding und Thalmässing (Landkreis Roth) zahlreiche Schockanrufe.

Einer der Anrufer gab sich als Professor der Uni-Klinik Regensburg aus und behauptete, die Tochter der Angerufenen habe Darmkrebs und brauche ein nicht zugelassenes Medikament aus der Schweiz zum Preis von 180.000 Euro. Laut Polizei Hilpoltstein sei die Geschädigte wiederholt unter Druck gesetzt und dazu aufgefordert worden, Auskunft über vorhandene Barmittel zu geben. Schließlich wurde das Gespräch mit der Drohung beendet, die Frau sei für den Tod ihrer Tochter verantwortlich. Einen Folgeanruf auf ihrem Mobiltelefon nahm sie nicht an. Die Frau sei daraufhin stark aufgelöst gewesen und musste durch Einsatzkräfte beruhigt werden.

Kreis Roth: Falsche Mediziner verlangen hohe Geldsumme - Polizei warnt vor Betrugsmasche

Bei einem weiteren Anruf bei einer anderen Frau behauptete ein vermeintlicher Professor ebenfalls, die Tochter liege im Sterben. Die Angerufene machte jedoch deutlich, dass ihre Tochter bereits 2017 verstorben sei. Wenig später wurde von einem Sohn beziehungsweise Enkel gesprochen. Die Frau erkannte daraufhin den Betrugsversuch und gab dies zur Kenntnis. Kurzerhand beendete der Anrufer das Gespräch.


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Bezüglich dieser Betrugsmasche gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

  • Lege bei derartigen Anrufen sofort auf.
  • Überprüfe Behauptungen, indem du direkt bei Angehörigen oder bei der zuständigen Einrichtung anrufst (nicht die vom Anrufer angegebene Nummer verwenden).
  • Übergebe kein Geld und nenne keine Kontodaten.
  • Melde verdächtige Anrufe umgehend der Polizei.