350 Feuerwehrleute und 60 Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes kämpften am Donnerstag (18. Juni 2026) gegen einen Waldbrand, der nahe eines ehemaligen Munitionsdepots der Bundeswehr in Franken ausgebrochen war. Insgesamt habe ein 34.000 Quadratmeter großes Areal gebrannt. Das entspricht einer Fläche von rund fünf Fußballfeldern.

Gegen 13.15 Uhr wurde ein Flächenbrand im Waldstück nördlich eines alten Munitionsdepots der Bundeswehr im Landkreis Roth gemeldet. Vor Ort beim Waldbrand nördlich der kleinen Ortschaft Tautenwind waren nach Angaben der Polizei 26 Feuerwehren aus der Umgebung. "Die eingesetzte Feuerwehr konnte gegen 16 Uhr den Brand soweit eindämmen, jedoch musste sie wegen möglicher Glutnester noch länger am Einsatzort verbleiben", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei.

Brand nahe Munitionsdepot: Hier wurden Kampfhubschrauber aufmunitioniert

Menschen seien bei dem Waldbrand nicht zu Schaden gekommen. Jedoch seien einige Feuerwehrleute nach dem Einsatz vorsorglich medizinisch versorgt worden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern nach Polizeiangaben noch an. Auch der entstandene Sachschaden sei am Tag nach dem Waldbrand bisher nicht zu beziffern. Immer wieder kommt es bei Trockenheit und Hitze zu Waldbränden in der Region - zuletzt etwa Anfang Mai bei Bamberg.


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Nahe der Waldbrandfläche im Kreis Roth existierte bis 1997 ein Munitionsdepot für Kampfhubschrauber der Bundeswehr. Gelagert wurde dort unter anderem Lenkmunition. Das Areal umfasst laut offiziellen Angaben 10 Hallen, 32 Lagerbunker und eine 1000 Meter lange Notlandebahn sowie einen großen Platz, auf dem Tiger-Kampfhubschrauber der Bundeswehr aufmunitioniert wurden.

Das Areal besteht weiterhin, ist aber unbewirtschaftet, seitdem die Bundeswehr es aufgegeben hat. Eine Reaktivierung des Munitionsdepots zu militärischen Zwecken, über die in Medienberichten zuletzt spekuliert worden war, hält die Bundeswehr aktuell für ausgeschlossen. Aktuell gibt es vielerorts Überlegungen, ehemalige Bundeswehr-Standorte zu reaktivieren.