Update vom 11.06.2026: Ex-Bürgermeister drohen bis zu fünf Jahre Haft
Das Verfahren gegen den früheren Bürgermeister von Wülfershausen wegen Wahlfälschung findet am 3. November statt. Das teilte das Amtsgericht Bad Neustadt/Saale mit. Im Fall einer Verurteilung könnte der Mann nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Der Angeklagte möchte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Für den 69-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.
Der damalige Erste Bürgermeister von Wülfershausen (Landkreis Rhön-Grabfeld) hatte kurz nach der Kommunalwahl am 8. März und den Stichwahlen zwei Wochen später eingeräumt, Stimmzettel manipuliert zu haben. "Der Angeschuldigte hat die ihm vorgeworfenen Taten von Anfang an vollumfänglich eingeräumt", teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt zur Anklageerhebung mit. "Er gab an, die Taten alleine, ohne Beteiligung oder Wissen einer anderen Person, begangen zu haben."
Der damalige CSU-Politiker reichte danach seinen Rücktritt als Bürgermeister ein und trat nach CSU-Angaben aus der Partei aus. Er war bei der Kommunalwahl im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehatte. Der Politiker, der mehr als 50 Jahre CSU-Mitglied war, soll vor dem Kommunalwahltermin am 8. März 30 Briefwahlunterlagen geöffnet und jeweils mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl verfälscht haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.
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Die Neuwahl des Ersten Bürgermeisters von Wülfershausen findet nun am 5. Juli statt. Auch zur Nachwahl für Kreistag und den Gemeinderat sind die Wülfershausener an diesem Tag noch einmal aufgerufen.
Update vom 11.04.2026: Neuwahl von Bürgermeister nach Wahlfälschung wohl Ende Juni
Nach der mutmaßlichen Manipulation von Wahlunterlagen wird die Bürgermeisterwahl in Wülfershausen an der Saale (Kreis Rhön-Grabfeld) voraussichtlich Ende Juni stattfinden. Ein konkretes Datum stehe aber noch nicht fest, da das Landratsamt Rhön-Grabfeld den Termin noch festzurren müsse, sagte ein Sprecher des Landkreises in Bad Neustadt an der Saale. Die Verantwortung für das Wahlverfahren liege bei der Gemeinde.
Das Ziel sei es, auch die Gemeinderatswahl möglichst am selben Tag durchzuführen. Wann die Bürgerinnen und Bürger erneut über den Kreistag abstimmen werden, wird von der Regierung von Unterfranken bestimmt. Bisher wurde kein Termin öffentlich bekannt.
Die Legislaturperiode der Kreistagsmitglieder endet am 30. April. Sonja Rahm (Freie Wähler), die am 1. Mai als neue Landrätin im Landkreis Rhön-Grabfeld ihre Arbeit aufnimmt, muss daher zunächst ohne Gremium arbeiten.
Bürgermeister tritt nach Wahlfälschung zurück
Der bisherige Erste Bürgermeister von Wülfershausen hatte kurz nach der Kommunalwahl am 8. März und den Stichwahlen zwei Wochen später zugegeben, Stimmzettel manipuliert zu haben. Der CSU-Politiker reichte daraufhin seinen Rücktritt ein und trat nach Angaben der CSU aus der Partei aus.
Die Amtsgeschäfte des Dorfes mit etwa 1500 Einwohnern werden derzeit vom Zweiten Bürgermeister geführt. Das Landratsamt hat ein Disziplinarverfahren gegen den Beschuldigten eingeleitet.
Der Politiker, der mehr als 50 Jahre CSU-Mitglied war, soll vor der Hauptwahl am 8. März Briefwahlunterlagen geöffnet und mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl verfälscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit.
Beschuldigter abgetaucht
Anschließend habe er die Wahlumschläge wieder verschlossen oder durch von der Gemeinde vorgehaltene Ersatzumschläge ersetzt.
Trotz mehrfacher Anfragen äußerte sich der Verdächtige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Vorwürfen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Der Bürgermeister war bei der Kommunalwahl im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehatte.
Bei seiner Vernehmung hatte der Verdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft gesagt, er habe mit den Manipulationen unter anderem seine Frau unterstützen wollen, die für den Gemeinderat kandidiert habe. Aber auch sich selbst soll der Mann nach Angaben der Ermittler mit zusätzlichen Stimmen versorgt haben.
Landrat informierte Staatsanwaltschaft
Das Landratsamt Rhön-Grabfeld wurde der Mitteilung zufolge vom Wahlvorsteher des Briefwahlvorstandes der Gemeinde Wülfershausen auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei mehreren Gemeinderatsstimmzetteln hingewiesen. Nach der Überprüfung der Unterlagen habe der Landrat die Staatsanwaltschaft informiert. Es folgten eine Razzia im Ort und die Vernehmung des Beschuldigten.
Update vom 26.03.2026: Nach Wahlfälschung: Bürgermeister tritt zurück
Nach der Fälschung von Wahlunterlagen ist der Bürgermeister von Wülfershausen an der Saale zurückgetreten. Das bestätigte ein Sprecher der Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale. Das Konterfei des Mannes wurde von der Webseite der Gemeinde im Landkreis Rhön-Grabfeld entfernt.
Die Bürgermeisterwahl werde wiederholt, teilte das Landratsamt Rhön-Grabfeld mit. Für die Gemeinderatswahl werde eine Nachwahl für die Briefwahl angeordnet. Der Zeitpunkt werde noch festgesetzt. Zudem werde die Behörde ein Disziplinarverfahren gegen den Beschuldigten einleiten. Die Amtsgeschäfte des Dorfes führe derzeit der Zweite Bürgermeister.
Der Erste Bürgermeister hatte am Dienstag (24. März 2026) bei seiner polizeilichen Vernehmung Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen eingeräumt. So soll der CSU-Politiker vor der Hauptwahl am 8. März Briefwahlunterlagen geöffnet und jeweils mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl verfälscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit. Bei seiner Vernehmung hatte der Verdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft gesagt, er habe unter anderem seine Frau unterstützen wollen, die für den Gemeinderat kandidiert habe. Aber auch sich selbst soll der Mann nach Angaben der Ermittler mit zusätzlichen Stimmen versorgt haben.
Landratswahl wohl nicht betroffen
Anschließend habe er die Wahlumschläge wieder verschlossen oder durch von der Gemeinde vorgehaltene Ersatzumschläge ausgetauscht. "Die Anzahl der jeweils verfälschten Stimmzettel ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen", hieß es. Nach Darstellung des Landratsamtes handelte der Mann allein.
Die Regierung von Unterfranken muss nun auch entscheiden, welche Auswirkungen die Wahlmanipulation auf die Kreistagswahl hatte und wie hier das weitere Vorgehen sein wird. Hinsichtlich der Landratswahl ergaben sich laut Landratsamt keine Auffälligkeiten.
Trotz mehrmaliger Anfrage äußerte sich der Verdächtige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Vorwürfen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Der Bürgermeister war bei der Kommunalwahl im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehat. Mit Schreiben vom Mittwoch erklärte er laut Landratsamt, dass er sein derzeitiges Amt niederlegt und trotz seiner Wiederwahl nicht vom 1. Mai an erneut Erster Bürgermeister sein werde.
Landrat informierte Staatsanwaltschaft
Das Landratsamt Rhön-Grabfeld wurde der Mitteilung zufolge vom Wahlvorsteher des Briefwahlvorstandes der Gemeinde Wülfershausen auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei mehreren Gemeinderatsstimmzetteln hingewiesen. Nach der Sichtung der Unterlagen informierte der Landrat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt. Es folgten eine Razzia und die Vernehmung.
Update vom 25.03.2026: Im Amt bestätigter Bürgermeister gesteht Wahlfälschung
Der kürzlich im Amt bestätigte Bürgermeister im unterfränkischen Wülfershausen an der Saale (Kreis Rhön-Grabfeld) hat nach Angaben von Ermittlern Wahlbetrug zugegeben.
Der CSU-Politiker soll Briefwahlunterlagen geöffnet und jeweils mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, zur Wahl zum Ersten Bürgermeister und zur Kreistagswahl verfälscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit.
Danach habe er die Wahlumschläge wieder verschlossen oder durch von der Gemeinde vorgehaltene Ersatzumschläge ersetzt. "Die Anzahl der jeweils verfälschten Stimmzettel ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen", hieß es von der Staatsanwaltschaft.
Beschuldigter am 8. März wiedergewählt
Stimmberechtigt waren laut Gemeinde 1278 Bürgerinnen und Bürger. 472 gültige Stimmen entfielen auf den nun beschuldigten Amtsinhaber. 449 Wähler schrieben einen anderen Namen auf den Stimmzettel. Aber auch in anderen Städten und Gemeinden wurde gewählt: Das sind die Infos und Ergebnisse zur Kommunalwahl 2026 in Franken.
Auf mehrmalige Anfragen der Deutschen Presse-Agentur äußerte sich der Verdächtige nicht zu den Vorwürfen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Der Bürgermeister war bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehat.
Bei seiner Vernehmung am Dienstag (24. März 2026) sagte der Verdächtige nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft, er habe unter anderem seine Frau unterstützen wollen, die für den Gemeinderat kandidiert habe. Aber auch sich selbst soll der Mann nach Angaben der Ermittler mit zusätzlichen Stimmen versorgt haben. Es habe die Gelegenheit gegeben, die Wahlunterlagen zu manipulieren, und der Politiker habe diese Möglichkeit dann auch genutzt, hieß es.
Freiheitsstrafe möglich
Die Konsequenzen für die Wahlen werden nach Angaben der Ermittler derzeit vom Landratsamt Rhön-Grabfeld und der Regierung von Unterfranken geprüft. Ob der Beschuldigte zwischenzeitlich sein Amt als Erster Bürgermeister niedergelegt hat, war zunächst unklar.
Am vergangenen Freitag hatten Polizisten Gebäude in Wülfershausen durchsucht, nachdem die Staatsanwaltschaft auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Wahl aufmerksam geworden war. Es wurden Wahlunterlagen beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden müssen. Laut Strafgesetzbuch kann Wahlfälschung mit einer Geldstrafe, aber auch mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden.
Ursprungsmeldung vom 24.03.2026:
Schwere Vorwürfe: Wegen Verdachts der Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen in Wülfershausen an der Saale im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld ermittelt die Staatsanwaltschaft Schweinfurt gegen den Ersten Bürgermeister.
"Im Raum steht die Manipulation von Stimmzetteln zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl", teilte die Anklagebehörde mit. Es habe in diesem Zusammenhang am Freitag Durchsuchungen in Wülfershausen gegeben. Alle Infos und Ergebnisse zur Kommunalwahl 2026 in Franken findest du auf unserer Übersichtsseite.
Die Untersuchungen würden durch die Staatsanwaltschaft in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizeiinspektion Schweinfurt und dem Landratsamt Rhön-Grabfeld geführt, hieß es weiter. Der Beschuldigte habe Angaben zur Sache gemacht, so die Staatsanwaltschaft.
Wahlen manipuliert? Fränkischer Bürgermeister unter Verdacht
Einzelheiten zu seinen Angaben und zum Stand der Ermittlungen könnten derzeit aber nicht gemacht werden. Es gelte die Unschuldsvermutung.
Mehrere Medien hatten berichtet. Die Mainpost schreibt, der Bürgermeister habe auf Anfrage der Zeitung "keine Stellungnahme" zu dem Sachverhalt abgeben wollen. Am Abend war der Bürgermeister telefonisch nicht erreichbar.