Gegen 09.45 Uhr am vergangenen Samstagmorgen (01. Mai 2021) war über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt die Mitteilung über drei verletzte Personen in der Hainbergkaserne am Wiesentalgraben eingegangen. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befanden sich zwei junge Männer im Alter von 22 und 24 Jahren noch im Gebäudeinneren, die nicht oder nur sehr eingeschränkt ansprechbar waren. Eine ebenfalls verletzte 23-Jährige hatte sich bereits selbst ins Freie retten können. Die Polizei geht aktuell davon aus, dass sich die Personen über Nacht aufgrund einer Feier gemeinsam in dem leerstehenden Gebäude aufgehalten hatten. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren schnell vor Ort. Sie brachten die beiden Männer sofort ins Freie und übergaben sie an den Rettungsdienst. Alle drei Verletzten wurden nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Die Beamten gehen davon aus, dass die drei Personen giftige Gase eingeatmet hatten, da ein erhöhter CO-Wert in der Luft gemessen worden war. 

Update vom 07.05.2021, 13.30 Uhr: Dringend Zeugen gesucht - Wer kann helfen? 

Nach einer Feier in der Nacht zum Samstag (01. Mai 2021) in dem ehemaligen Kompaniegebäude am Wiesentalgraben ist ein 22-jähriger Mann seinen Verletzungen erlegen. Zwei weitere Menschen wurden ebenfalls verletzt, konnten allerdings wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass die Drei giftige Gase eingeatmet hatten.

Ursache dafür soll ein Stromaggregat gewesen sein, dass im Inneren des Gebäudes betrieben wurde. Um auch im Interesse der Angehörigen zu ermitteln, wie es genau zu dem tragischen Unglück kommen konnte, sucht die Polizei dringend nach Zeugen. 

Wer Hinweise zu Fahrzeugen und Personen geben kann, die sich am Nachmittag und Abend des 30. April 2021, in der Nacht oder am Morgen des 01. Mai 2021 im Bereich der ehemaligen Hainbergkaserne aufgehalten haben - insbesondere in der Nähe des ehemaligen Kompaniegebäudes - wird gebeten, sich dringend bei der Kriminalpolizei Schweinfurt unter der Telefonnummer 09721/202-1731 zu melden.

Update vom 05.05.2021, 12.50 Uhr: 22-Jähriger verstorben - Stromaggregat wohl Ursache 

Am Dienstag (04. Mai 2021) erreichte die Polizei die Meldung, dass einer der Verletzten im Alter von 22 Jahren sein Leben im Krankenhaus verloren hat. Das berichtet das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung am Mittwoch (05. Mai 2021). 

Der 24-Jährige und die 23-jährige Frau, die bei dem Einsatz ebenfalls gerettet worden waren, konnten bereits das Krankenhaus wieder verlassen. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen, deutet laut Polizei alles darauf hin, dass ein Stromaggregat die Ursache für die Vergiftung der drei Personen war. Das Aggregat wurde im Inneren des Gebäudes betrieben.

Zudem gehen die Ermittler davon aus, dass an der Feier in der Nacht zum vergangenen Samstag (01. Mai 2021) mindestens zehn Personen beteiligt waren. Die Ermittlungen dauern noch an. Um die genaue Todesursache feststellen zu können, hat die Staatsanwaltschaft Schweinfurt inzwischen die Obduktion des Leichnams angeordnet.

Erstmeldung vom 01.05.2021, 14.00 Uhr: Drei Personen schwer bis lebensgefährlich verletzt

Nach ersten Ermittlungserkenntnissen deutet vieles darauf hin, dass die Verletzten giftige Gase eingeatmet hatten. Grund für die Annahme sind insbesondere Messungen der Feuerwehr, die deutlich erhöhte CO-Werte in der Luft ergeben hatten. Die Ursache für die erhöhte Konzentration ist bislang allerdings noch unklar und Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

Im Einsatz befanden sich neben den Beamten der Polizeiinspektion Mellrichstadt die Freiwilligen Feuerwehren aus Mellrichstadt und Bad Neustadt, der Gefahrgutzug des Landkreises Rhön-Grabfeld, der Kreisbrandrat, der Rettungsdienst mit vier Rettungswagen, einem Hubschrauber und drei Notärzten sowie ein Fachberater des THW.

Die weiteren Ermittlungen zu den genauen Hintergründen der Verletzungen werden von der Kriminalpolizei Schweinfurt übernommen. Geprüft wird dabei insbesondere, ob möglicherweise ein Stromaggregat im Inneren des Gebäudes ursächlich war.