Seit dem 1. Mai 2026 betreiben Katharina und Leonard Vörding als neue Pächter das "Rhönhäuschen" in Bischofsheim in der Rhön. Die aus Hotel und Restaurant bestehende Location ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge in der Region Unterfranken. Die vorherigen Eigentümer hatten den Hotelgasthof bis Januar betrieben, ehe sie ihn schließlich verkauften.
Für die Vördings ergab sich daraus die Möglichkeit, sich einen Wunsch zu erfüllen, den sie seit geraumer Zeit mit sich trugen. "Wir waren schon länger auf der Suche nach einem Objekt für die Selbstständigkeit", erklärt Katharina im Gespräch mit inFranken.de.
Beliebtes "Rhönhäuschen" in Unterfranken wiederbelebt: Idyllisches Ausflugsziel soll noch attraktiver werden
Die Geschichte, wie es zur Übernahme des "Rhönhäuschens" kam, sei eine ganz lustige, so Vörding. Die Schwiegertochter der neuen Pächter kenne Leonard Vörding noch aus der Kindheit und habe vorgeschlagen, ihn und seine Frau zu fragen. "Das kam uns natürlich gelegen", erklärt die neue Betreiberin merklich erfreut. Doch bevor die beiden das "Rhönhäuschen" eröffnen konnten, musste sich noch einiges verändern.
Man habe vieles neu gestaltet, den Hotelgasthof sozusagen "entstaubt". Zu viel alte Deko und zu viele Möbel seien dort gestanden, weshalb das Paar alles "ein wenig luftiger" gestaltet hat. "Wir wollen es wieder aufatmen lassen, haben aber trotzdem den alten Charme erhalten", erklärt Katharina Vörding. Das zeigt sich auch auf der Speisekarte: Auf der Forelle, für die das "Rhönhäuschen" so bekannt sei, liege weiterhin der Fokus im Restaurant. Diese wird stets frisch zubereitet und geschlachtet, heißt es. Zudem werden im Gasthaus auch diverse Wildgerichte wie Wildschwein oder Reh angeboten.
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"Viel Verständnis": Restaurantbesucher zufrieden trotz Komplikationen am Eröffnungstag
Um den Betrieb als Ausflugsziel noch attraktiver zu machen, haben die Pächter sogar einen neuen Wanderweg dorthin angelegt. Dieser sei zwar nur 300 Meter lang, diene aber als ideale Alternative zum Hochröhner. Um von diesem aus das "Rhönhäuschen" zu erreichen, musste man früher zwei Kilometer an der Hauptstraße entlang laufen, was durch den neuen Pfad im Wald endlich in der Natur möglich sei. Damit sollen ab jetzt auch Besucher, die nur einen Tagesausflug machen, den Gasthof besuchen. Dafür wurde die Karte extra um kleinere "wandergerechte" Gerichte erweitert.
Längere Aufenthalte seien selbstverständlich immer noch möglich, so Vörding: "Wir haben schöne Zimmer für Familien oder auch Mädelsausflüge". Die Nachfrage sei bereits am Eröffnungstag "sehr groß" gewesen, wie die neue Betreiberin berichtet. "Es lief allerdings ein bisschen chaotisch ab, weil unser Kassensystem nicht funktioniert hat".
Davon ließ sich das Paar jedoch nicht verunsichern: "Wir mussten dann halt improvisieren". Trotz der Komplikationen seien die Besucher zufrieden gewesen. Viele hatten Verständnis dafür, dass am ersten Tag etwas nicht so funktioniert, wie man es sich vorstellt. "Die Stimmung war wirklich gut, wir hatten eine super Band, die gespielt hat", erinnert sich Katharina Vörding.
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