Nürnberger Veranstalter kritisiert Corona-Politik der Bundesregierung - "Zero Covid"-Strategie gefordert: Die Betreiber des Nürnberger Kulturhauses Z-Bau  sind mit dem Pandemie-Management der Bundesregierung unzufrieden. Das Kulturzentrum veröffentlichte am Mittwoch (28.04.2021) ein entsprechendes Statement in den sozialen Medien. 

"Die Entwicklungen und Ereignisse der letzten Wochen und Monate können wir nicht länger unkommentiert mit ansehen", teilte der Veranstalter mit. Deswegen habe der Z-Bau entschieden, Stellung zu beziehen. "Politische Entscheidungsträger haben mit ihrem (Nicht-)Handeln Vertrauen verspielt und mögliche Chancen der Pandemie-Eindämmung ungenutzt verstreichen lassen". Dadurch seien Kraft, Empathie und Solidarität in der Gesellschaft geschwunden. 

"Zero Covid": Nürnberger Z-Bau für "europäischen Shutdown"

In dem Kultur- und Veranstaltungshaus fanden vor dem Beginn der Pandemie regelmäßig Musikkonzerte, Partys, Theateraufführungen und Lesungen statt. In Sachen Corona-Politik wirft der Z-Bau den Verantwortlichen "einseitige, egozentrische und unzureichende Maßnahmen" vor. Diese seien für weitere Kranke und Tote verantwortlich. Außerdem seien "die in dieser Gesellschaft Benachteiligten dabei vollends aus dem Blick geraten". 

Mit ihrer Kritik will das Team "ohne Geschwurbel oder Zynismus auskommen", heißt es. Davon grenze sich der Z-Bau klar ab. Stattdessen verweist das Team auf Initiativen wie "Zero Covid". Ziel dieser Bewegung sind "Null Infektionen". Diese sollen mit einem "solidarischen europäischen Shutdown" erreicht werden. Dieser soll insbesondere die Arbeitsplätze mit einbeziehen.

Als Grundlage ihrer Forderungen beruft sich der Z-Bau auf Experten: "Wir vertrauen auf das Prinzip der Wissenschaft." Abschließend formuliert der Veranstalter noch einen Appell: "Wir fordern grenzenlose Solidarität und endlich [...] eine konsequente Niedriginzidenzstrategie." Wie die "Zero Covid"-Strategie im Detail funktioniert, lesen Sie hier auf inFranken.de.