Viehtransporter-Unfall auf A9: Auf Höhe des Autobahnkreuzes Nürnberg fuhr am Dienstagabend (16. Juni 2020) gegen 18 Uhr ein Viehtransporter auf einen Lkw auf, berichtet die Polizei. Der Lastwagen, der in Richtung München unterwegs war, hatte abbremsen müssen und der Fahrer des Viehtransporters, ein 23-Jähriger, bemerkte dies zu spät.

Durch die Wucht des Aufpralls wurden der Viehtransporter-Fahrer und seine 20-jährige Beifahrerin im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste sie mit Spezialgeräten befreien, anschließend wurden die beiden Schwerverletzten in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwischenzeitlich war ein Rettungshubschrauber im Einsatz. Der Lkw-Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.

THW: "Wenig Tiere bei Unfall verletzt"

Der Viehtransporter war mit rund 700 lebenden Hühnern beladen. Er musste auf einen nahegelegenen Parkplatz geschleppt und hier vom THW umgeladen werden. „Glücklicherweise wurden bei dem Unfall wenig Tiere verletzt“, sagte Markus Sperber vom THW der Nachrichtenagentur NEWS. Daher sei das Umladen relativ schnell gegangen.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung München für etwa eineinhalb Stunden voll gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr bis zum Ende der Bergungsarbeiten über die Parallelspur umgeleitet.

Erstmeldung vom 16.06.2020: Lkw rauscht auf Stauende - Fahrer (23) und Beifahrerin (20) schwer verletzt

Vollsperrung der A9 von Berlin Richtung München - Lkw rauscht an Stauende auf Transporter - zwei Menschen im Fahrerhaus: Am Dienstagabend hat sich auf der A9 am Kreuz Nürnberg ein schwerer Unfall ereignet. Die Spur in Richtung München muss komplett gesperrt werden.

Das bestätigt die Verkehrspolizei aus Feucht auf Anfrage von inFranken.de. Die Sperrung muss noch mehrere Stunden bestehen bleiben, die Aufräumarbeiten laufen. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, eine Rettungsgasse für die Einsatzfahrzeuge zu bilden.

A9: Vollsperrung Richtung München - Lkw rauscht auf Stauende

Bei dem Unfall auf der Autobahn wurden zwei Menschen schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Sie saßen laut offiziellen Angaben im 7,5-Tonner, der auf das Stauende aufgefahren war.

Nur ein Ersthelfer zur Stelle

Die Autobahn war voll gesperrt. Anschließend wurde der Verkehr bis zum Ende der Bergungsarbeiten über die Parallelspur umgeleitet.

Im Interview mit der Bildagentur News5 erzählt Kreisbrandrat Norbert Thiel, dass ein Ersthelfer einen der beiden Insassen des Lkw aus dem Fahrzeuge gerettet haben soll. "Leider war er der Einzige, der geholfen hat", so Thiel.

Negativ war auch, dass die Rettungsgasse nach Eintreffen der Einsatzfahrzeuge von den im Stau stehenden Autos wieder geschlossen wurde. Nachfolgende Rettungsfahrzeuge konnten nur mit Mühe an die Unfallstelle kommen.