• Schneechaos in Franken
  • Unfälle und Verkehrsbehinderungen in allen Regierungsbezirken
  • 24 Einsätze in eineinhalb Stunden in Mittelfranken
  • 25 Einsätze in Unterfranken bis 8.30 Uhr
  • Schneekettenpflicht auf B303 für Lkw

Schneechaos in Franken: Durch den starken Schneefall am Dienstagmorgen (12. Januar 2021) kam es in ganz Franken zu Verkehrsbehinderungen durch Unfälle. In Mittelfranken gab es innerhalb von eineinhalb Stunden gleich zwei Dutzend Unfälle. Auch in den anderen Regierungsbezirken war viel los auf den Straßen. Das berichten die Polizei Mittel-, Ober- und Unterfranken. 

Unfälle in Mittelfranken und Oberfranken: "Kein normaler Tag"

Seit etwa 9.15 Uhr verstärkte sich der Schneefall in Mittelfranken. Im Zuge dessen kam es zu zahlreichen Verkehrsunfällen "einmal quer durch" Mittelfranken, wie ein Polizeisprecher inFranken.de mitteilt. Die meisten Unfälle seien nur Blechschäden gewesen. Im Bereich Roßtal (Landkreis Fürth) kam gegen 9 Uhr ein Auto von der Fahrbahn ab und überschlug sich, die Fahrerin verletzte sich dabei leicht und wurde ins Krankenhaus gebracht. Zusätzlich kam es gegen 11.30 Uhr zu einem Unfall auf dem Autobahnkreuz Altdorf. Ein Lkw geriet auf der Überleitung von der A6 auf die A3 ins Rutschen und blieb quer auf der Fahrbahn liegen. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden lang, für diese Zeitspanne war die Überleitung gesperrt. Zwischen 9.00 und 13.30 Uhr seien insgesamt circa 60 Verkehrsunfälle gemeldet worden, schreibt die Polizei Mittelfranken in einer Pressemitteilung. 

Auch in Oberfranken kam es zu mehreren Unfällen: "Mit Wintereinbruch haben wir natürlich auch eine Häufung von Unfällen", erklärt Alexander Czech, Pressesprecher der oberfränkischen Polizei. Dabei seien vor allem Blechschäden, aber auch festgefahrene Lkw: "Vor allem in den höheren Lagen haben wir mehrere festgefahrene Lkw, zum Beispiel im Fichtelgebirge. Wir merken deutlich, dass das kein normaler Tag ist". 

Auf der B303 wurde kurzerhand Schneekettenpflicht für Lkw eingeführt, nachdem ein Sattelzug quer gestanden war. Genauere Zahlen zu den Unfällen gibt es allerdings noch nicht, die Auswertung erfolge erst mit den Presseberichten der einzelnen Dienststellen im Laufe des Mittwoch (13. Januar 2021). Generell sei es aber bis dato nicht zu schwereren Unfällen gekommen. Auf der Staatsstraße 2279 rutschte ein Auto zwischen Schönbrunn und Walsdorf (Landkreis Bamberg) eine Böschung herunter. Genauere Informationen zu den einzelnen Unfällen konnte die Polizeipressestelle nicht bekannt geben. 

Unfälle auch in Unterfranken

In Unterfranken kam es im gesamten Regierungsbezirk zu Unfällen und Verkehrsbehinderungen, wie ein Pressesprecher auf Anfrage mitteilte. "Bis 8.30 Uhr gab es rund 25 Einsätze", so die Polizei (Stand 12.15 Uhr). Allerdings wartet das Polizeipräsidium noch auf aktuellere Daten.

Auch in Unterfranken sei es vor allem zu Blechschäden gekommen. Lkw seien, wie in Oberfranken, mancherorts stecken geblieben. Über Unfälle mit Schwerverletzten sei derzeit nichts bekannt, allerdings konnte der Sprecher dies auch nicht ausschließen. Einen Schwerpunkt gab es nicht, die Unfälle waren über den gesamten Regierungsbezirk verteilt.

Auf der A3 hat ein Mann ein Blaulicht an seinem Auto installiert, um schneller voranzukommen. Die Polizei erwischte ihn auf frischer Tat.