Mehr als die Hälfte der Menschen in Bayern gilt als übergewichtig – das zeigen aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik auf Basis des Mikrozensus 2025. Besonders interessant für die Region: Nürnberg liegt beim Body-Mass-Index (BMI) exakt im bayerischen Durchschnitt – und damit auf Platz eins der drei größten kreisfreien Städte, wie aus einer Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik hervorgeht.

Wie die aktuellen Daten zeigen, gelten 51 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Freistaat als übergewichtig oder adipös. Der durchschnittliche Body-Mass-Index läge bei 25,8 – und damit bereits im Bereich des Übergewichts. Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beginnt Übergewicht ab einem BMI von 25. Die Zahlen für Bayern stammen aus dem Mikrozensus 2025, einer jährlichen Stichprobenerhebung, bei der rund ein Prozent der Bevölkerung befragt wird. In diesem Jahr machten die Teilnehmer freiwillig Angaben zu Körpergröße und Gewicht, so die Mitteilung.

Nürnberg im BMI-Vergleich: Platz eins unter den drei größten Städten

Ein Blick auf die kreisfreien Städte zeigt: Nürnberg liegt mit einem durchschnittlichen BMI von 25,8 genau im bayerischen Schnitt. Damit landet die Stadt vor München und Augsburg. 


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In München ist die Bevölkerung im Durchschnitt am schlankesten: Hier liegt der BMI bei 24,6 und damit noch im Bereich des Normalgewichts. Augsburg folgt mit 25,5, bevor Nürnberg mit 25,8 den Übergang in den Bereich des Übergewichts markiert, wird in der Mitteilung hervorgehoben.

"Beim durchschnittlichen BMI sind regionale Unterschiede sichtbar. In den urbanen Regionen Bayerns liegt der BMI bei 25,2 und damit niedriger als in ländlichen Regionen. Hier liegt der BMI der Bevölkerung, die in halbstädtischen oder ländlichen Regionen leben, im Durchschnitt bei 26,0 beziehungsweise 26,2", so die Mitteilung.

Männer häufiger betroffen als Frauen

Ein klarer Trend zeigt sich beim Vergleich der Geschlechter. Männer sind deutlich häufiger übergewichtig oder adipös als Frauen. "Dabei haben die bayerischen Männer häufiger Übergewicht (43 Prozent) oder sind adipös (18 Prozent) als die bayerischen Frauen (28 Prozent beziehungsweise 13 Prozent). Untergewicht kommt seltener vor und betrifft insgesamt zwei Prozent der Bevölkerung in Bayern", schreibt die Presseabteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik.

Langfristig betrachtet sei der BMI in Bayern leicht gestiegen. Seit 2005 habe sich der Durchschnittswert von 25,4 auf 25,8 erhöht. Im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2021 sei der Wert jedoch unverändert geblieben. Weitere Nachrichten aus Nürnberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.