Die Tierhilfe Franken erhielt Anfang Dezember einen erschütternden Anruf: Am Telefon eine aufgeschmissene Besitzerin, deren Hund sich nicht mehr bewegt und nach Luft schnappt. Die Frau berichtet, sie sei nicht dazu in der Lage den Hund in die Klinik zu bringen, weshalb sich das Team der Tierhilfe sofort auf den Weg macht. Was die Tierhelfer dort zu sehen bekommen, ist schockierend. 

Die Cockerhündin Ayka befindet sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Sie ist vollkommen übergewichtig mit akuten Atemproblemen. Das Team entscheidet sich daraufhin die kleine Hündin sofort in die Tierklinik nach Bayreuth zu bringen. Die darauffolgenden Stunden waren für Ayka überlebenswichtig. 

Trauriges Schicksal von Hündin Ayka: Tier stirbt wegen Überfütterung

Der bedrohliche Gesundheitszustand der Hündin ist hauptsächlich auf ihr Gewicht zurückzuführen. Sie wog 35 Kilogramm, also das Dreifache des Normalgewichts, als sie eingeliefert wurde. Die Ärzte stellten fest, dass die Lunge der Hündin voller Wasser war und auch ihr Herz nicht mehr das leisten konnte, was es sollte. Ihre Krallen hatten sich durch den Bewegungsmangel schon kreisförmig gekringelt und das Zahnfleisch lief blau an. 

Die behandelnden Ärzte überlieferten nach einer medikamentösen Behandlung und einem Sauerstoffzelt eine positive Nachricht an die Tierhilfe Franken: Ayka ging es bessern. Die ehrenamtlichen Helfer waren vorerst erleichtert und die Hündin wurde am Abend von der Tierklinik abgeholt, um an einem ebenerdigen Pflegeplatz zu genesen. 

Doch dann der nächste Schock: Auf dem Weg nach Hause verstirbt der Cocker Spaniel im Auto. Der Befund der Klinik führt die Todesursache auf einen extrem schlechten Allgemein- und Pflegezustand zurück. Hervorgerufen wurde dieser Zustand durch Atemnot, Herzerkrankung und ihr hochgradiges Übergewicht, dass die Vorbesitzerin zu verantworten hatte. "Kurz nach unserer Ankunft bei der Pflegemutter, als sie noch lebte. Gestreichelt von drei Personen verabschiedete sie sich in diesem Moment mit drei tiefen Seufzern", beschreibt eine freiwillige Helferin die letzten Momente vor Aykas Tod.

Rettung der Golden Retriever Hündin erforderlich

Die Tierhelfer wissen bisher, dass die Cockerhündin als Welpe in den Haushalt der Vorbesitzerin kam und regelrecht zu Tode gefüttert wurde. Auch die gekringelten Krallen sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Besitzerin für eine sehr lange Zeit nicht mit der Hündin Gassi gegangen ist.  Zudem weiß der Verein aus neuesten Quellen, dass die Besitzerin von Ayka noch eine zweite Golden Retriever Hündin bei sich beheimatet und ihr wohl das gleiche Schicksal droht. 

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Das Veterinäramt Bayreuth Land wurde umgehend informiert und hat bisher sämtliche Daten zum Vorfall und zur Vorbesitzerin erhalten. Die Rettung der Golden Retriever Hündin steht bisher noch aus. 

Wenn Sie sich besonders in Zeiten von Corona einen Hund zulegen möchten, achten Sie bitte auf diese Tipps.