"Wer gibt Henry wieder ein Zuhause?", fragt das Tierheim Nürnberg in einem Post in den sozialen Medien. Der Rüde, der laut Schätzungen der Einrichtung circa zwei Jahre alt ist, sei wahrscheinlich kurz vor Weihnachten ausgesetzt worden. Als man ihn fand, war er angebunden, abholen wollte den Vierbeiner scheinbar niemand mehr.

Henry sei zwar schon stubenrein, brauche unter anderem jedoch noch Erziehung in Sachen Leinenführigkeit. Zudem suche er sich seine Menschen selbst aus, bei unsicheren Personen übernehme er die Führung. Daher suchen die Tierschützer explizit nach erfahrenen Hundehaltern. 

Tierheim Nürnberg hofft für Henry: "Wer lässt ihn nicht mehr im Stich?"

Habe Henry jedoch erst einmal Vertrauen aufgebaut, so zeige er sich durchaus liebevoll. "Seine Menschen liebt er sehr und er kann sehr lustig sein", schreiben die Tierschützer über den Vierbeiner. In seinem neuen Zuhause sollten allerdings keine Kinder leben, so die Einrichtung. Außerdem bevorzuge er eine ländliche Umgebung, da ihn das städtische Leben "überfordert", weshalb er dort "gerne alles anpöbelt".

Bei seinen neuen Besitzern sei ein Haus mit Garten vonnöten, denn der Schäferhund-Mix entscheide gerne selbst, ob er draußen oder drinnen sein möchte. Im Tierheim Nürnberg habe er deswegen einen kleinen Garten, welcher auch ausgiebig und gerne von ihm genutzt werde. Obendrein müssten Besitzer darauf achten, dass Henry nicht zum "Kontrolleur" werde, auch Futter könne er zum Thema machen. Den Maulkorb kenne der Hund bereits.

Bei seinen Artgenossen entscheide für Henry die Sympathie, heißt es. "Wer gibt ihm ein Zuhause und lässt ihn nicht mehr im Stich?", fragt das Tierheim Nürnberg auf Facebook. Erst vor Kurzem hatten die Nürnberger Tierschützer mit einem provokanten Aufruf für Aufsehen gesorgt. Sie wandten sich an "Menschen mit gut gefülltem Sparbuch". Mehr Nachrichten aus Nürnberg und der Umgebung findest du in unserem Lokalressort.