• Tierheim Hersbruck: Timmi wartet auf neues Zuhause
  • Hund wurde schon als Welpe misshandelt
  • Tierschützer wollen Timmi an erfahrene Besitzer vermitteln

Timmi aus Tierheim Hersbruck sucht neues Zuhause: Im Tierheim Hersbruck wartet aktuell ein besonderer Hund auf ein neues Zuhause. Timmi ist erst ein paar Monate alt - war aber schon bei zwei Familien. Ganz genau wissen die Mitarbeiter des Tierheims Hersbruck nicht, was mit Timmi passiert ist. Sie kennen nur Bruchstücke seiner Geschichte. "Bei seiner ersten Familie wurde er misshandelt", erzählt Herr Gussner, Mitarbeiter im Tierheim Hersbruck, inFranken.de. "Sie haben ihn in einen Kinderlaufstall gesperrt und mit der Leine gegen die Stangen geschlagen." Auch Futterentzug sei Teil seiner Bestrafungen gewesen. "Wann immer er Fehler gemacht hat, wurde er schwer bestraft. Aber belohnt wurde er nie." Timmi hat starke Verlustängste, vermutlich sei er in seiner ersten Phase viel alleine gewesen, so der Tierschützer.

Timmi wartet nach langer Leidensphase im Tierheim Hersbruck

Auch in seiner zweiten Familie war Timmi nicht willkommen. Durch seinen schweren Start hat er sehr laut gebellt und ist schnell verunsichert. "Ob er dort auch misshandelt wurde, wissen wir nicht", sagt Gussner. Timmi kann definitiv nicht an Familien mit Kindern vermittelt werden, auch das hängt mit seiner Vergangenheit zusammen. "Vielleicht waren die Kinder einer Familie böse zu ihm, weil er so laut gebellt hat", mutmaßt Gussner. Jetzt wartet der kleine Hund im Tierheim Hersbruck auf einen neuen geeigneten Besitzer. "Er macht sich bei uns schon sehr gut", so Gussner. 

Timmi ist am 15. März geboren, er ist also noch fast ein Welpe. Er ist ein sogenannter Catahoula Leopard Dog, eine ursprünglich für die Jagd gezüchtete Rasse. Später wird er einmal eine Schulterhöhe von circa 60 Zentimeter erreichen und 40 Kilogramm wiegen. Durch seine unschöne Vergangenheit bellt Timmi sehr laut und schnappt manchmal, wenn er sein Ziel nicht erreicht. "Er ist eben ein unerfahrener Welpe, fast wie ein bockiges Kind", beschreibt Gussner den Hund. Mit viel Zuneigung und konsequentem Training könne Timmi aber das lernen, was ihm bisher nicht gestattet war, zu verstehen. 

"Timmi ist eigentlich lieb und aufgeweckt", sagt Gussner. Er finde Menschen super, habe viel Energie und sei sportlich. Er braucht ausreichend Bewegung und vor allem Zuneigung, um seine frühen schlimmen Erfahrungen verarbeiten zu können. Für Timmi wird also jemand mit Zeit, Verständnis und Hundeerfahrung gesucht. Timmi könnte gut als Zweithund funktionieren. So hätte er ein Vorbild, zu dem er aufschauen kann. "Vor allem ist Timmi sehr schlau und hat eine aktive Nase", so Gussner. Die Mitarbeiter des Tierheims üben gerade das Mantrailing mit ihm. Als Rettungshund könne er sich Timmi auch gut vorstellen. Wer Hund Timmi kennenlernen möchte, kann sich beim Tierheim Hersbruck unter der Telefonnummer 09151 609 59 23 melden. 

Nach einem Martyrium kümmert sich das Tierheim Hersbruck um ein ausgesetztes Kätzchen. Eine Frau hatte die junge Katze in einem Wald in Neuhaus an der Pegnitz gefunden. Jemand hatte das arme Tier in eine winzige Box gesperrt.