• Tierheim Feucht: Kein Happy End für Welpe Georgie
  • Zwei Wochen in der Tierklinik: Kleiner Hund mit traurigem Schicksal
  • Für Welpen mit abgeschnittenen Ohren besteht Hoffnung 

Nach einem illegalen Welpentransport vor zwei Wochen musste einer der beiden Welpen in die Tierklinik. Die Tierschützer aus dem Tierheim Feucht (Landkreis Nürnberger Land) nannten ihn Georgie. Jetzt wandten sie sich mit einer traurigen Nachricht an ihre Fans auf Facebook.

Tierheim Feucht: Hund aus illegalem Welpentransport gestorben

Der kleine Georgie, der erst etwa knapp zwei Monate alt war, hat seinen Kampf in der Tierklinik verloren. "Leider hatte der Süße nur ein kurzes und glückloses Leben", heißt es in dem Facebook-Post. Der Welpe sei krank gewesen, erklärt Tanja Hühnken aus dem Tierheim inFranken.de. "Was genau er hatte, weiß aber noch keiner. Man konnte noch nicht so genau feststellen, woran es lag", erklärt sie. Unter dem Facebook-Post finden sich zahlreiche Trauerbekundungen und gute Wünsche für Georgies Reise über die Regenbogenbrücke.

Besser steht es dagegen um den zweiten Hund, Aslan. Er sei etwa drei oder vier Monate alt und habe deswegen bereits ein besseres Immunsystem als der kleine Georgie, erklärt Hühnken. "Momentan geht es ihm einigermaßen gut. Er könnte zwar besser fressen und besser aussehen, aber grundsätzlich geht es ihm gut. Man sieht ihm aber an, dass er noch nicht ganz auf der Höhe ist", sagt sie. "Wir sind zuversichtlich, dass er es schafft." Dennoch könne sich die Situation schnell ändern.

Vor zwei Wochen waren die Eigentumsrechte an den beiden Hunden noch ungeklärt. Im schlimmsten Fall hätten sie zurück in ihr Herkunftsland gemusst. "Mittlerweile ist klar, dass wir den verbliebenen Hund vermitteln dürfen. Dafür muss er aber es komplett gesund werden und zum Beispiel das Gassi gehen, muss auch klappen."

Welpen ohne Ohren gefunden - Polizei stoppt schrecklichen Hunde-Transport

Das Tierheim Feucht hatte sich am Sonntag (14. November 2021) mit einem bewegenden Beitrag an die Öffentlichkeit gewandt: "Wieder ein illegaler Welpentransport. Vor ein paar Tagen, nachts um 2 Uhr war es wieder einmal soweit." Der ehrenamtliche Tierrettungsfahrer Stefan Modero berichtet inFranken.de  von der quälenden Fahrt, die die Hunde wohl über sich ergehen lassen mussten.

Tierheim Feucht: Hunde wurden unter "schlimmen" Bedingungen illegal transportiert

Von der Polizei informiert, suchten die Tierretter einen Autobahnrastplatz auf. Zwei junge Kangalwelpen ohne vorschriftsmäßigen Impfschutz seien von Osteuropa in einem Kofferraum eines Kombis transportiert worden, der auf einem Anhänger stand, berichtet das Tierheim auf Facebook. "Sie lagen in ihren Exkrementen und es gab keine Heizung. Von Wasser, Futter, Auslauf wollen wir mal gar nicht reden", heißt es weiter.

Während der Kleinere der beiden Hunde noch "einigermaßen Platz hatte", musste der Größere besonders leiden: In einer viel zu kleinen Katzentransportbox hätte er auf der langen Fahrt ohne jeglichen Bewegungsfreiraum kauern müssen. Sogar nachdem er im Tierheim herausgehoben wurde, habe er "noch etliche Zeit so zusammengekauert davor" gesessen, "bevor er sich endlich wieder bewegen konnte." Es fällt auf den Bildern nicht gleich auf, doch Modero weist auf eine weitere Grausamkeit hin: Dem Großen wurden seine Ohren abgeschnitten. Der Tierretter hat keine Erklärung für diese Tat.