Nach zwei Monaten läuft der Tankrabatt der Bundesregierung aus. Ab Mittwoch (1. Juli 2026) gilt für Benzin und Diesel wieder die höhere Energiesteuer. Dadurch steigen die Preise für Sprit, der ab diesem Zeitpunkt aus Tanklagern oder Raffinerien kommt, um 16,7 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer, wie die ARD berichtet.
Die Steuerentlastung war Anfang Mai eingeführt worden, um die stark gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs abzufedern. Eine Verlängerung über das Ende Juni hinaus ist jedoch nicht geplant. Laut Finanzministerium kostete die Maßnahme den Bund rund 1,6 Milliarden Euro.
Nürnberg: Lange Schlangen und erste Preissprünge an Tankstellen
In Nürnberg hat das bevorstehende Auslaufen des Tankrabatts am Dienstag (30. Juni 2026) teils zu langen Schlangen an Tankstellen geführt, da viele Autofahrer noch zu den günstigeren Konditionen tanken wollen, wie die Agentur NEWS 5 berichtet.
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Wer nicht rechtzeitig kam, musste jedoch bereits jetzt deutlich höhere Preise zahlen: An einer Tankstelle bei Nürnberg stieg der Preis für Super kurzfristig um 30 Cent, für Diesel sogar um 33 Cent pro Liter, nachdem um 12 Uhr die Spritpreise erhöht werden durften, schildert NEWS 5.
Verbraucherschützer hätten Mineralölkonzerne vor übermäßigen Preiserhöhungen gewarnt, so die ARD. Sie fordern, dass die Rückkehr zur höheren Steuer nicht über das nötige Maß hinaus genutzt wird. Verkehrsminister Schnieder kündigte an, die Situation "sehr genau beobachten" zu wollen.
Ende des Tankrabatt: Verbraucher reagieren - Mehrheit will noch schnell tanken
Viele Autofahrer wollen die günstigeren Preise noch nutzen. Laut einer Insa-Blitzumfrage planen 65 Prozent der Fahrer von Benzin- oder Dieselautos, ihr Fahrzeug vor dem Ende des Tankrabatts noch einmal vollzutanken. 21 Prozent verzichten bewusst darauf, während 14 Prozent unentschlossen bleiben.
Auch das Meinungsbild zum Auslaufen der Maßnahme fällt laut Insa deutlich aus: 60 Prozent der Befragten halten das Ende des Tankrabatts für falsch. Nur 27 Prozent begrüßen den Schritt, 13 Prozent äußern sich nicht.