Der neue Trainer Alois Schwartz möchte beim 1. FC Nürnberg mit einem Pokalerfolg für eine Stimmungsaufhellung im Umfeld des Fußball-Zweitligisten sorgen. "Wir sind nicht zufrieden mit den ersten beiden Auftritten", sagte Schwartz am Donnerstag zum Saisonstart mit zwei Unentschieden in der Meisterschaft. "Aber ich finde, die negativen Stimmen kommen etwas früh", ergänzte der neue Club-Coach vor dem DFB-Pokalspiel der Franken am Samstag (15.30 Uhr) beim Regionalligisten Viktoria Köln.


Schwartz fordert Geduld

"Wir wissen um die Schwere der Aufgabe", sagte Schwartz. Viktoria Köln sei zwar ein Viertligist, aber gefühlt ein Drittligist. Die Rheinländer streben auch in dieser Saison wieder den Aufstieg an. "Wir haben natürlich den Anspruch, in die nächste Runde einzuziehen", sagte Schwartz, der sich in Nürnberg schon kurz nach dem Start mit der hohen Erwartungshaltung beim Traditionsverein konfrontiert sieht. Der Coach fordert Geduld. "Man muss der Mannschaft Zeit geben."

Rund 2000 Fans wollen den Club nach Köln begleiten. Personell kann Schwartz fast aus dem Vollen schöpfen. Es fehlen weiterhin die Langzeitverletzten Patrick Erras und Willi Evseev.


Sylvestr blüht auf

Positiv ist die Entwicklung bei Stürmer Jakub Sylvestr. "Ich fühle jetzt dieses Vertrauen des Trainers", äußerte der Slowake über seinen Aufschwung. "Ich merke, dass ich endlich wieder dran bin, dabei bin", erklärte der Zweitliga-Torschützenkönig der Saison 2013/14, damals noch im Trikot von Erzgebirge Aue.

Sylvestr erwartet einen hochmotivierten Pokalgegner. "Das ist vierte Liga. Die arbeiten eine ganze Saison dafür, damit sie jetzt im Pokal antreten können. Wir dürfen deshalb absolut nichts unterschätzen", sagte der Angreifer. Sein Erfolgsplan lautet: "Wir müssen unsere eigene Qualität besser einbringen." Mit einem Sieg könnte sich auch das stets aufgeregte Umfeld in Nürnberg etwas beunruhigen.