Der 1. FC Nürnberg hat einen Fehlstart in die Zeit nach dem Abgang von Torjäger Guido Burgstaller erwischt. Zum Auftakt der Rückrunde in der 2. Fußball-Bundesliga stemmten sich die Franken am Sonntag beim 1:2 (0:1) zu Hause gegen Dynamo Dresden mit viel Kampf gegen die Niederlage, belohnten sich aber nicht mehr. Der Anschlusstreffer von Lukas Mühl (72. Minute) war zu wenig, das Team von Trainer Alois Schwartz war nach den Gegentoren von Philip Heise (31.) und Erich Berko (46.) zu spät aufgewacht.

Auch ohne den 14-maligen Saisontorschützen Burgstaller, der jetzt beim FC Schalke spielt, konnten die Nürnberger ihre Rekordserie fortsetzen. In nunmehr 39 Spielen trafen sie immer mindestens einmal. Trotz der Leistungssteigerung nach der Pause reichte es vor der stimmungsvollen Kulisse bei 35 984 Zuschauern nicht zu einem Punkt, den die Nürnberger aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gehabt hätten.

Den Grundstein für den nächsten Sieg hatten die Dresdner, von rund 10 000 Fans aus der Heimat angefeuert, vor der Pause gelegt. Nachdem der von Nürnberg nach Dresden ausgeliehene Stefan Kutschke nach Vorarbeit von Andreas Lambertz noch das 1:0 verpasst hatte (26.), durften die Dynamo-Fans wenig später jubeln. Berko düpierte Laszlo Sepsi auf der linken Nürnberger Abwehrseite und bediente den mitgelaufenen Heise mustergültig. Der Neuzugang, der im Winter vom VfB Stuttgart zu den Sachsen gewechselte war, verwertete zur verdienten Führung.

Kutschke (37.) war noch einmal mit einem Kopfball gefährlich, der knapp am Tor vorbeistrich. Allerdings wäre FCN-Torhüter Thorsten Kirschbaum vermutlich noch dran gewesen. Der "Club" hatte durch einen Distanzschuss von Kevin Möhwald etwas Torgefahr, der doch Mittelfeldakteur traf nach Vorlage von Miso Brecko den Ball nicht richtig (36.).

Die Hoffnungen der Nürnberger bekamen nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff den nächsten Dämpfer. Nach Vorarbeit von Lambertz behauptete sich Berko gegen die Nürnberger Verteidigung. In der Folgezeit sorgte der "Club" endlich für mehr Torgefahr, Tim Matavz (65.) verpasste nur knapp den Anschlusstreffer. Ein Schuss von Cedric Teuchert (70.) gegen schlecht gestaffelte Dresdner Verteidiger strich hauchdünn am Pfosten vorbei. Im Anschluss an einen Eckball von Tobias Kempe wurden die verbesserten Offensivbemühungen der Franken mit dem 1:2 durch Verteidiger Mühl belohnt.

In der spannenden Schlussphase drängte Nürnberg vergeblich auf den Ausgleich. Dresden verpasste bei Kontern das beruhigende 3:1.