Vergangenes Jahr berichtete Melanie Motzet aus Schwabach inFranken.de über das traurige Schicksal ihrer Freunde aus Ungarn. Sie kennt die Familie des dreizehnjährigen Olivér seit neun Jahren - über gemeinsame Besuche bei Tierparks, Spielplätzen und Fußballspielen wuchsen sie eng zusammen.
Seit Herbst 2024 ist für die Familie des Jungen alles anders: Während eines Urlaubs erkrankte er plötzlich - er sah alles doppelt, litt unter Schwindel und Übelkeit. Die Diagnose war erschütternd: Olivér hat einen Hirntumor. Seitdem hat sich sein Zustand drastisch verschlechtert, er verlor seine Sprache und musste künstlich beatmet werden. Zwischenzeitlich machte er große Fortschritte, doch am 3. Juli 2026 meldete sich Melanie Motzet mit einer herzzerreißenden Nachricht bei inFranken.de zurück. "Olivér hat laut Einschätzung der Ärzte nur noch wenige Wochen zu leben."
Schwabacherin "unglaublich traurig": Krebs breitet sich in 13-Jährigem aus
Metastasen hätten sich nun in seinem Körper ausgebreitet, informiert Motzet. "Wir sind unglaublich traurig darüber und können es noch gar nicht richtig begreifen, weil die letzten Wochen und Monate sehr vielversprechend aussahen." So habe der Junge wieder deutlicher gesprochen und Fortschritte in den Therapien gemacht. "Es hieß sogar, dass er nächsten Sommer wieder laufen kann und nach und nach hätten die Kanülen und Zugänge entfernt werden können", informiert Motzet in ihrer Spendenkampagne für ihn.
"Jetzt wurde alles abgebrochen und er ist bei seiner Familie zuhause, wo er seine letzten Tage, Wochen oder Monate noch möglichst schön und würdevoll gestaltet bekommen soll", heißt es weiter. Olivér sage inzwischen zu seinen Eltern Sätze wie "Ich möchte dich nochmal umarmen, aber dann muss ich bald gehen." Die fränkischen Freunde verweisen in diesem Zuge noch einmal auf die Spendenkampagne, um bei der Finanzierung von Olivérs letzten Wünschen zu helfen. Die Familie solle demnach "noch einige schöne Momente und Erinnerungen sammeln" können, auch wenn große Ausflüge nicht mehr möglich seien.
Viele Hilfsmittel und Therapien mussten die Eltern des Jungen selbst bezahlen, wie inFranken.de 2025 erfuhr. Ihre Arbeitgeber hätten zudem signalisiert, die Freistellung nicht dauerhaft zu akzeptieren. Die Familie dachte laut Motzet sogar darüber nach, ihr Haus zu verkaufen. Ebenfalls vor einer unglaublichen finanziellen Hürde steht die Mutter des kleinen Charlie aus Bamberg. Seine Krankheit erfordert eine Therapie, die wohl mehrere Millionen Euro kostet.
Familie konnte Olivér Welpen ermöglichen - Freundin dankt für Anteilnahme
Olivérs Eltern konnten ihm bereits einen sehnlichen Wunsch erfüllen: Ein Welpe ist bei ihnen eingezogen und gibt ihm Kraft. Melanie Motzet schreibt in der Spendenkampagne an die Öffentlichkeit: "Uns fehlen die Worte und wir können nur erahnen, wie Olivér und seine Familie sich jetzt fühlen. Wir danken allen, die ihn und seine Familie in ihre Gebete einschließen oder gedanklich bei ihm sind."