Die Wut ist groß bei Thomas Meder. Eigentlich wollte er am Montag (26. Januar 2026) in den Urlaub fliegen. Im Flieger saß er bereits, dann folgten die schlechten Nachrichten: "Die Lage sieht folgendermaßen aus: Unser Flug wurde gecancelt aufgrund des Schneefalls. Und nicht, weil man nicht starten oder landen kann, sondern weil sie das Gepäck von der Gepäckannahme nicht in den Flieger bekommen haben", erzählt er im Gespräch mit der Agentur News5. Dass Meders Flug gestrichen wurde, werde mit dem "Totschlagargument höhere Gewalt" gerechtfertigt.
Für Meder sei das jedoch nicht nachvollziehbar, da andere Maschinen durchaus starten konnten. Nun sitze er am Flughafen Nürnberg fest. Zwar sei den Passagieren geraten worden, nach Hause zu fahren. Meder kritisiert jedoch: Bei der aktuellen Wetterlage sei das kaum möglich, ohne sich in Gefahr zu begeben. Der Pressesprecher des Flughafens Nürnberg, Christian Albrecht, teilt inFranken.de jedoch mit: "Der Airport Nürnberg befindet sich heute im intensiven Winterbetrieb." Die widrigen Bedingungen führen zum Teil zu Beeinträchtigungen im Flugablauf, bestätigt er.
Gepäck-Ärger am Flughafen Nürnberg wegen Schnee-Chaos - Passagier berichtet
Als die erste Verspätung angekündigt wurde, sei Meder bereits im Flugzeug gesessen. Da hieß es, man habe aktuell Schwierigkeiten, das Gepäck zum Flieger zu transportieren. Dann wurden die Passagiere darüber informiert, dass die Feuerwehr, die den Weg frei räumen sollte, sei nun selbst stecken geblieben sei. "Ich verstehe es nicht", ärgert sich Meder. Schließlich sollte ein entsprechendes Fahrzeug doch genau dafür ausgerüstet sein.
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Was den Urlauber jedoch "richtig ärgert", sei die Tatsache, "dass nur eine Person an einem Eurowings-Schalter sitzt und jetzt 110 Personen erklären soll, wie es weitergeht." Meders Flug soll nun morgen stattfinden. Besonders ärgerlich für den Urlauber: "Mir geht ein Tag Urlaub flöten." Viele Passagiere würden sich aktuell alleine gelassen fühlen, vermutet Meder, "weil uns keiner sagt, wie es weitergeht". Zudem werde vergessen, dass viele sich ein Parkticket für viel Geld gekauft hätten, welches jedoch beim Verlassen des Parkplatzes verfalle und anschließend neu gelöst werden müsse. Meder will die Nacht daher am Flughafen verbringen, in der Hoffnung dort ein Hotel zu finden.
Zwar werde darauf verwiesen, dass die Passagiere eine Informations-Email bekommen sollen, das sei für ihn jedoch "unbefriedigend". Dabei sei Meder am Montag extra um halb 2 Uhr nachts losgefahren. Die Straße sei komplett schneebedeckt gewesen. "Es macht überhaupt keinen Sinn, Menschen wieder konkret in Gefahr zu bringen, wenn sie sich jetzt wieder ins Auto sitzen", bekräftigt er nach seinen Erfahrungen in der Nacht. In Franken kam es aufgrund der Wetterlage bereits zu mehreren Unfällen.