In Fürth erhielt eine 88-jährige Frau einen Anruf von einer Betrügerin, die sich als Frau ihres Enkels ausgab. Die vermeintliche Verwandte gab vor, dass sie Geld für einen Wohnungskauf benötigen würde. Auf diese Weise gelang es ihr, die Seniorin dazu zu bringen, einer als Abholerin benannten Unbekannten insgesamt 50.000 Euro Bargeld auszuhändigen.

Auf eine ähnliche Betrugsmasche fiel auch eine 81-jährige Seniorin in Uttenreuth (Lkrs. Erlangen-Höchstadt) rein. Dort meldete sich wiederum ein vermeintlich Bekannter per Telefon und gab an, wegen eines Unfalls mit einem Taxi dringend 30.000 Euro für die Reparaturen zu benötigen. Die 81-Jährige hob den geforderten Betrag bei der Bank ab und übergab diesen in den Abendstunden ebenfalls an eine unbekannte Abholerin.

In beiden Fällen hat das mittelfränkische Fachkommissariat für Trickbetrug bei der Nürnberger Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Angesichts der beschriebenen Fälle wird erneut vor Trickbetrügern gewarnt, die mit dem "Enkeltrick" unter immer wieder ähnelnder Vorgehensweise versuchen, Notlagen von Verwandten oder Bekannten vorzutäuschen und so Bargeld von älteren Menschen zu erlangen. Oftmals kommt es in diesen Fällen zur Übergabe hoher Geldbeträge an vermeintliche Vertrauenspersonen der Verwandten.

Zum Phänomen "Enkeltrick" und seiner zahlreichen Varianten gibt die Polizei folgende Verhaltenstipps:

- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt.

- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

- Legen Sie den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.

- Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Bekannter oder Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

- Informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

- Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Weitere Informationen zum Phänomen "Enkeltrick" können Sie auch dem Internetauftritt der Kriminalprävention des Bundes und der Länder entnehmen:

http:// www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/enkeltrick.html

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