Die mittelfränkische Polizei hat in den vergangenen Tagen vermehrt Betrugsfälle registriert, bei denen die Täter ihre Opfer per WhatsApp kontaktieren und zur Überweisung von Geld auffordern. Die Kriminalpolizei warnt am Freitag (18. März 2022) vor dieser perfiden Betrugsmasche.

Wie die Polizei berichtet, gehen die Betrüger dabei stets auf dieselbe Art und Weise vor. "Zunächst geben sie sich ihren Opfern gegenüber als deren Tochter oder Sohn aus, dann folgt eine Erklärung, weshalb die WhatsApp-Nachricht von einer anderen Handynummer als gewohnt versandt wurde", heißt es. "Sobald die Opfer auf die Nachrichten reagieren, wird ihnen eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, dass dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden müsse".

Gauner bereichern sich an zahlreichen Opfern 

Seit Anfang März 2022 sind der Polizei in Mittelfranken mehr als 40 solcher Kontaktaufnahmen zur Anzeige gebracht worden. "Durch die äußerst geschickte und bestimmte Gesprächsführung brachten die Betrüger in 13 dieser Fälle ihre Opfer dazu, einen Geldbetrag auf ein Bankkonto zu überweisen", teilt die Polizei weiter mit. Hierdurch entstand bislang Gesamtschaden in Höhe von mehr als 40.000 Euro.

Die Kriminalpolizei übernimmt bei solchen betrügerischen Nachrichten die Ermittlungen. Es ist noch nicht bekannt, wie die Täter an die Handynummern ihrer späteren Opfer gelangen.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken warnt in diesem Zusammenhang eindringlich vor der neuen Betrugsmasche und gibt Verhaltenstipps.

Das solltest du beachten, wenn dir Nachrichten komisch vorkommen

  • Nimm unbekannte Rufnummern nicht einfach als Kontakte auf.
  • Sei misstrauisch, wenn du über Messenger-Dienste zu Geldzahlungen aufgefordert wirst.
  • Falls du nach Aufforderung bereits eine Überweisung getätigt hast, kontaktiere sofort die Bank und veranlasse eine Rücküberweisung.
  • Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelt, erstatte Anzeige bei der örtlichen Polizeidienststelle.
  • Lösche keinesfalls den Chatverlauf.