Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen kann es vorkommen, dass die Zahlen nicht immer aktuell sind. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweise der Landratsämter, Landesämter und des Robert-Koch-Instituts kann es unterschiedliche Fallzahlen geben. Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 5.12.2020, 20.32 Uhr: Landkreis Nürnberger Land verschärft Corona-Regeln

Im Landkreis Nürnberger Land gelten ab Sonntag (6. Dezember 2020) zusätzliche Einschränkungen wegen Corona, teilt das Landratsamt mit. Am Samstag hat das Robert Koch-Institut (RKI) einen 7-Tages-Inzidenzwert von 213,7 für den Landkreis verkündet. Damit müssen weitere Maßnahmen in Kraft treten.

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Neue Corona-Regeln für Nürnberger Land ab Sonntag

  • An allen Schulen ist ab der Jahrgangsstufe acht durch geeignete Maßnahmen – wie insbesondere durch Wechselunterricht – sicherzustellen, dass im Unterricht zwischen allen Schülern und Lehrkräften ein Mindestabstand von eineinhalb Metern durchgehend eingehalten werden kann. Ausgenommen sind die Abschlussklassen sowie Schulen zur sonderpädagogischen Förderung.
  • In Musikschulen und Fahrschulen darf kein Unterricht in Präsenzform mehr stattfinden.
  • Märkte zum Warenverkauf mit Ausnahme des Verkaufs von Lebensmitteln im Rahmen regelmäßig stattfindender Wochenmärkte sind untersagt.
  • Der Konsum von Alkohol auf mit Allgemeinverfügung des Landratsamtes Nürnberger Land vom 4. November festgelegten zentralen Begegnungsflächen ist ganztägig verboten.

Landrat Armin Kroder ruft die Bevölkerung im Nürnberger Land zu Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme auf: "Gehen wir achtsam miteinander um. Halten wir uns an die bestehenden Regelungen. Schützen wir einander."

In der Stadt Nürnberg gelten aktuell strikte Ausgangsbeschränkungen: Diese Regeln sind in Kraft.

Update vom 01.12.2020, 12.51 Uhr: 2000 Verstöße gegen die Maskenpflicht

An Bahnhöfen und Zügen in Mittelfranken sowie in den Regionen Ingolstadt und Augsburg wurde im November die Einhaltung der Maskenpflicht und der Kontaktbeschränkungen kontrolliert, berichtet die Bundespolizei Nürnberg am Dienstag (1. Dezember 2020). 

Bei den Kontrollen wurden insgesamt 2000 Verstöße festgestellt. Die große Mehrzahl (1860) reagierte sofort und setzte einen entsprechenden Mund-Nasen-Schutz auf, so die Polizei. Eine Minderheit zeigte sich allerdings uneinsichtig.

140 weigerten sich hartnäckig, einen Mundschutz zu tragen. "Deren Personalien wurden an die zuständigen Ordnungsämter zur Einleitung von Bußgeldverfahren weitergeleitet", erklärt die Polizei. "Die Bundespolizei wird auch im Monat Dezember verstärkt auf die Einhaltung der Maskenpflicht und der Kontaktbeschränkungen achten."

Update vom 30.11.2020, 16.24 Uhr: Drei Bewohner sterben nach Corona-Ausbruch in Seniorenheim

Im Schwabacher AWO-Pflegeheim in der Wittelsbacherstraße sind mehrere Bewohner in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ums Leben gekommen. "Wir haben leider drei Todesfälle", sagt Rainer Mosandl, AWO-Vorstand Pflege und Psychiatrie, am Montag (30. November 2020) inFranken.de. Bei den Verstorbenen handelt es sich demnach um Senioren im Alter zwischen 75 und 87 Jahren.

61 der nunmehr 78 Bewohner sind positiv auf das Coronavirus getestet worden - das sind mehr als 75 Prozent. Davon gibt es Mosandl zufolge Infizierte, "die keine Symptome haben" und solche, "die fiebrig sind". "Aus meiner Erfahrung mit Corona weiß ich, dass das alles nur Momentaufnahmen sind." Laut dem AWO-Verantwortlichen gebe es momentan niemanden, der in Lebensgefahr schwebe.

"Aber das kann in der Minute, in der ich das ausspreche, schon wieder anders sein", betont er. Die positiv getesteten Senioren seien deshalb zum Großteil in Krankenhäusern untergebracht. Der Rest sei innerhalb des AWO-Heims unter Quarantäne gestellt. Die im Heim infizierten Bewohner würden dabei stets von denselben Angestellten betreut.

Wichtig sei es nun, für die Infizierten alles Menschenmögliche zu unternehmen. "Das machen wir tatsächlich. Auch wenn wir natürlich durch unsere Personalausfälle schwer gebeutelt sind." Seit Freitag seien vier neue Corona-Fälle innerhalb der Belegschaft hinzugekommen. "Bei den Mitarbeitern haben wir inzwischen 19 positiv Getestete." Sie alle befänden sich derzeit zu Hause in Isolation und seien "stabil". 

Die Pflege müsse und könne aber trotzdem gewährleistet bleiben. "Weil wir mit unseren 14 stationären Einrichtungen ein relativ großer Träger sind, haben wir die Möglichkeit, Mitarbeiter aus anderen Heimen zu bekommen, die bei uns einspringen."

Update vom 29.11.2020, 15.00 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz bei 307,3 - folgen strengere Regeln?

Die Stadt Nürnberg hat nach den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 300 pro 100.000 Einwohnern überschritten. Im Laufe des Wochenendes wurden 327 Neuinfektionen gemeldet, womit der Inzidenzwert auf 307,31 gestiegen ist (Stand: 29.11., 08.00 Uhr).

Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie 8.999 Menschen in Nürnberg positiv auf Corona getestet, 89 Menschen sind bisher in Zusammenhang mit der Infektion gestorben.

Welche Folgen hat das Überschreiten der 300-Marke? Es ist denkbar, dass die Stadt Nürnberg weitere Einschränkungen beschließt, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Spätestens ab dem 1. Dezember treten nämlich die neuen Corona-Regeln für den Freistaat Bayern in Kraft, wonach ab einer Inzidenz von 300 eine sogenannte "Hotspot-Strategie" greift.

Welche Beschränkungen konkret in Kraft treten, entscheidet die jeweilige Verwaltungsbehörde des betroffenen Landkreises bzw. der Stadt. Dazu zählen zum Beispiel Ausgangsbeschränkungen, eingeschränkter Schulbetrieb, eingeschränktes Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen oder ein eingeschränkter Betrieb von Dienstleistungsbetrieben, die "nicht notwendig" für das alltägliche Leben sind.

Diese Maßnahmen werden jedoch meist vorerst für eine Woche festgelegt, wie es zum Beispiel in Passau oder Hildburghausen bereits der Fall war.

Update vom 27.11.2020, 15.49 Uhr: Corona-Massenausbruch in Pflegeheim - 64 Bewohner infiziert

Im mittelfränkischen Schwabach gibt es neue Corona-Infektionen: Von der Pandemie besonders hart getroffen wurde ein Pflegeheim. Auch eine Grundschule leidet unter dem aktuellen Infektionsgeschehen. Die Schule wurde nun bis auf Weiteres geschlossen, teilt die Stadt Schwabach am Freitag (27. November 2020) mit. 

Im Schwabacher AWO-Pflegeheim in der Wittelsbacherstraße sind 64 der 81  Bewohnern positiv auf das Coronavirus getestet worden (Stand: 27.11.2020). Das heißt: Knapp 80 Prozent (79,01 %) der Bewohner haben sich angesteckt. Dazu kommen der AWO zufolge 15 positiv getestete Beschäftigte. Eine Person musste aufgrund des Gesundheitszustands ins Krankenhaus eingeliefert werden, berichtet die Stadt.

Alle notwendigen Hygienemaßnahmen wurden vom Personal wie vorgeschrieben umgesetzt. Davon hat sich einer unserer Mitarbeiter vor Ort überzeugt", erklärt Dr. Stefan Schmitzer, Leiter des zuständigen Gesundheitsamts Roth-Schwabach. Ein derartiges Infektionsgeschehen sei aber in einem Heim dennoch manchmal unvermeidlich. "Da hat das Schicksal zugeschlagen, es hat niemand Schuld“, so Schmitzer.

Der erste positive Befund lag nach Angaben der Stadt Schwabach am Freitag, 20. November, vor. Die derzeit nicht infizierten Personen würden innerhalb des Heims isoliert und von negativ getestetem Personal betreut. "Wir arbeiten gemeinsam mit der Heimleitung daran, dass das Haus bis Weihnachten wieder coronafrei ist“, teilt Schmitzer mit.

Der Gesundheitszustand der Infizierten sei "derzeit noch einigermaßen stabil", teilt Rainer Mosandl, AWO-Vorstand Pflege und Psychiatrie, inFranken.de mit. "Die Pflege findet natürlich unter erschwerten Bedingungen - im Vollschutzanzug und unter Beachtung strengster Hygieneregeln - statt." Ziel sei es, die Bewohner so gut es geht zu stabilisieren und - in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt - eine umfassende Pflege und Betreuung sicherstellen.

Grundschule muss schließen: Infektionsgeschehen "immer weniger eingrenzbar"

Aufgrund einer diffusen Infektionslage muss die Johannes-Helm-Schule bis voraussichtlich Freitag, 11. Dezember, geschlossen werden, berichtet die Stadt Schwabach. Demnach entschied dies das Gesundheitsamt aufgrund eines "klassenübergreifenden und immer weniger eingrenzbaren Infektionsgeschehens“.

Die Schulleitung organisiert derzeit äußerst kurzfristig eine Notbetreuung. Eltern würden so schnell wie möglich darüber informiert und gleichzeitig um etwas Geduld gebeten. Geschlossen sind auch der Hort und die  Mittagsbetreuung. Diese bleiben lediglich für Schüler geöffnet, die in die Notbetreuung dürfen.

„Ich wünsche allen Betroffenen und den Angehörigen viel Kraft und eine schnelle Genesung“, sagt Schwabachs Oberbürgermeister Peter Reiß. "Ich danke allen Schwabacherinnen und Schwabachern für die Vernunft und die gegenseitige Solidarität. Diese Lage zeigt, wie wichtig es ist, dass sich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger an die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie halten. Denn nur so können wir gewährleisten, dass in solch zahlreichen Fällen binnen kurzer Zeit ausreichend medizinische Betreuungsmöglichkeiten frei sind.“

Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht ergänzt: „Wir sind sehr froh, dass in Schwabach die Zusammenarbeit zwischen Heimleitung, Schulleitung und Gesundheitsamt so gut funktioniert. Mein Dank gilt den Beteiligten, die der Situation mit Verantwortungsbewusstsein und Fachkompetenz begegnen.“

Laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag die 7-Tage-Inzidenz für Schwabach am Freitagmorgen bei 129,33 –in absoluten Zahlen 53 Fällen innerhalb der letzten 7 Tage. Hierbei sei allerdings ein Großteil der Fälle aus dem Pflegeheim noch nicht eingeflossen, betont die Stadt Schwabach.

Update vom 20.11.2020, 13.37 Uhr: Einige Gymnasien in Nürnberg beginnen Unterricht ab Montag später

Veränderte Unterrichtszeiten an Nürnberger Schulen: Ab Montag (23. November 2020) startet der Unterricht an einigen Gymnasien in Nürnberg später, teilt die Stadt in einer offiziellen Erklärung mit. Der Grund dafür sind die weiterhin hohen Corona-Fallzahlen in Nürnberg. Mit dem versetzten Unterrichtsbeginn soll der Schülerverkehr am Morgen entzerrt werden.

Das Schulamt nennt folgende Zeiten:

  • Willstätter-Gymnasium: Start um 7.55 Uhr
  • Hans-Sachs-Gymnasium: Start um 8 Uhr
  • Städtisches Labenwolf-Gymnasium Nürnberg: Start um 8.10 Uhr
  • Johannes-Scharrer-Gymnasium: Start um 8.10 Uhr

In der Südstadt werden das Sigena-Gymnasium und das Pirckheimer-Gymnasium nachziehen, sobald einige Klassen des Sigena-Gymnasiums wieder aus der Quarantäne zurückkommen.

Update vom 16.11.2020, 12.29 Uhr: Mehr als 900 Corona-Verstöße in einer Woche

Aufgrund der rapide gestiegenen Covid-19-Zahlen gelten seit Anfang November bundesweit verschärfte Corona-Regeln. Die Polizei hat nun diesbezüglich ihre Bilanz der vergangenen Woche veröffentlicht. Fazit: Allein in Mittelfranken wurden mehr als 900 Verstöße gegen das aktuell geltende Infektionsschutzgesetz erfasst, berichtet das Polizeipräsidium.

Zwischen dem 9. und 15. November kontrollierten die Polizisten der mittelfränkischen Dienststellen demnach insbesondere die Einhaltung der Maskenpflicht, der Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich sowie des Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen. Sie wurden hierbei auch von Einsatzkräften des USK-Mittelfranken sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt.

Im genannten Zeitraum führten die Beamten insgesamt rund 3800 Kontrollen durch, wobei in über 900 Fällen etwas zu beanstanden war. "Knapp 600 der festgestellten Verstöße wurden entsprechend in Form einer Anzeige geahndet", heißt es vonseiten des Präsidiums.

Feier in Schuppen: 24 Gäste werden belangt

Zu beanstanden waren laut Polizei auch an diesem Wochenende einzelne kleinere Menschenansammlungen und private Feiern - sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. So gingen beispielsweise im Verlauf des Samstagabends
(14. November 2020) Mitteilungen über kleinere Gruppen Jugendlicher ein, die sich in Parkanlagen und auf Spielplätzen trafen und teils Alkohol konsumierten. Die angetroffenen Personen wurden durch die Einsatzkräfte konsequent zur Anzeige gebracht.

Insbesondere am Wochenende wurden teilweise Feiern in privaten Wohnungen gemeldet, bei denen der zulässige Personenkreis offensichtlich überschritten wurde. In Heilsbronn (Landkreis Ansbach) lösten die Beamten beispielsweise eine Feier in einem an ein Wohnhaus grenzenden Schuppen auf und leiteten gegen die 24 Gäste entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

"Die mittelfränkische Polizei wird die Einhaltung der derzeit geltenden Bestimmungen weiterhin kontrollieren", kündigt das Polizeipräsidium an. Insgesamt zieht die mittelfränkische Polizei aber eine positive Bilanz in Bezug auf die jüngsten Kontrollen. Der weit überwiegende Teil der Bevölkerung halte sich nach Einschätzung der Einsatzkräfte an die geltenden Vorgaben. Bei festgestellten Verstößen verhielten sich die meisten Betroffenen einsichtig und kooperativ.

Update vom 12.11.2020, 16.12 Uhr: Nürnberg vermeldet rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen

Die Stadt Nürnberg verzeichnet aktuell einen drastischen Zuwachs bei den Corona-Fallzahlen. Wie die Stadt am Donnerstag (12. November 2020) mitteilt, gibt es aktuell knapp 1.800 akute Indexfälle, im Vergleich zur Vorwoche ist die Zahl um mehr als 50 Prozent angestiegen. Nahezu 1.200 Personen wurden seit dem 4. November neu in Quarantäne gesetzt.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt nach wie vor deutlich über dem Niveau der "ersten Welle" im Frühjahr. Der Höhepunkt dort lag bei circa 35 Neuinfektionen am Tag, in den vergangenen Tagen lag die Zahl bei deutlich über 300.

Corona-Infizierte müssen selbst Kontaktpersonen informieren

Jede positiv getestete Person hat im Schnitt acht enge Kontaktpersonen ("Kontaktperson 1"), das heißt, es kommen zusätzlich täglich bis zu 3.000 neue Kontaktpersonen hinzu. Vor diesem Hintergrund werden Kontaktpersonen der Kategorie 1 im Regelfall nicht mehr vom Gesundheitsamt angerufen. Infizierte Personen sind aufgefordert, ihre engen Kontaktpersonen zunächst selbst zu informieren und die Empfehlung zur Selbstisolation auszusprechen sowie dem Gesundheitsamt per E-Mail an gh-kontaktpersonen@stadt.nuernberg.de eine Liste der engen Kontaktpersonen zuzuschicken. Den von den Indexpersonen genannten engen Kontaktpersonen wird eine Arbeitgeberbescheinigung über die Quarantäne zugesandt.

Absolute Priorität hat nach wie vor die Information und Beratung sowie das in Quarantäne-Setzen von infizierten Personen. Auch hier kommt es jedoch aufgrund der hohen Neuinfektionszahlen zu Verzögerungen.

Erkrankte müssen selbst in Quarantäne gehen

Daher ergeht die Aufforderung seitens des Gesundheitsamts an positiv getestete Personen, sich gemäß Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 6. November 2020 unverzüglich nach Erkenntniserlangung des positiven Testergebnisses auch ohne Anordnung des Gesundheitsamts in Isolation zu begeben.

Sind sensible Einrichtungen wie Pflegeheime, Kitas oder Gemeinschaftsunterkünfte betroffen, so werden die Fälle priorisiert durch Sonderteams bearbeitet. Hier werden nach wie vor enge Kontaktpersonen ermittelt und getestet.

Mobile Generationen verbreiten Coronavirus weiter

Das Personal im Gesundheitsamt wird weiterhin aufgestockt. Die Behörde kommt allerdings nicht mehr mit ihrer Arbeit hinterher. Zuletzt haben am Montag (9. November 2020) zehn weitere Personen ihren Dienst am Telefon begonnen. Der aktuelle starke Fallanstieg könne jedoch nicht durch Personalaufbau kompensiert werden, so die Stadt Nürnberg.

Das steigende Infektionsgeschehen ist auf einen allgemeinen diffusen Anstieg der Fallzahlen zurückzuführen. Die Altersstruktur der Infizierten lässt darauf schließen, dass die mobilen Generationen (Alter 15 bis 34: 545 Fälle sowie 35 bis 59: 608 Fälle) das Infektionsgeschehen vorantreiben, die verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und sozial interagieren. Es ist jedoch auch zunehmend die Altersgruppe 80+ betroffen (107 Fälle).

Update vom 10.11.2020, 12.18 Uhr: 53 Pflegeheim-Bewohner in Nürnberg mit Corona infiziert


Neue Corona-Fälle in drei Nürnberger Pflegeheimen: Wie das Gesundheitsamt am Dienstag (10. November 2020) mitteilt, gibt es Covid-19-Ausbrüche in drei Pflegeheimen. Insgesamt wurden 53 Bewohner sowie 27 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Bewohner ist verstorben.

  1. In einer Einrichtung in Gostenhof ist Corona ausgebrochen. Dort sind elf Bewohner sowie neun Pflegekräfte positiv auf Covid-19 positiv getestet worden. Zwei Personen befinden sich in stationärer Behandlung im Krankenhaus, davon eine auf Intensivstation. Ein Bewohner ist verstorben.
  2. Ein Altenheim in Langwasser verzeichnet 27 infizierte Bewohner, auch neun Pflegekräfte sind angesteckt. Die Einrichtung wurde für Besucher sowie für Neuaufnahmen geschlossen. Ein Bewohner befindet sich auf Normalstation im Krankenhaus.
  3. Ein Stift in der Altstadt Nürnberg meldet in einem Wohnbereich mehrere Indexfälle. Dort wurden 15 Bewohner sowie neun Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Bewohner befindet sich auf Normalstation im Krankenhaus.

Das Gesundheitsamt steht mit allen betroffenen Einrichtungen in Kontakt, heißt es. "Die pflegerische Versorgung wird sichergestellt, das gesamte Personal arbeitet mit Schutzausrüstung. Die betroffenen Bereiche in den Einrichtungen sind isoliert. Die Angehörigen wurden über die Einrichtungen verständigt."

In dem Anfang Oktober von einem Ausbruchsgeschehen stark betroffenen Pflegeheim in Nürnberg-Langwasser entspannt sich die Lage zunehmend. Es ist dort aktuell nur noch ein Wohnbereich isoliert, in dem drei Covid-19-positive Personen leben. In den anderen Wohnbereichen gibt es keine positiv getesteten Bewohner mehr. Zwei Bewohner befinden sich auf Normalstation im Krankenhaus. Unter den Mitarbeitern sind aktuell noch drei Personen betroffen. 

Update vom 5.11.2020, 17.09 Uhr: Maskenpflicht für alle Schüler im Nürnberger Land

Am Freitag enden in Bayern offiziell die Herbstferien. Um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen, gelten ab Montag (9. November 2020) bis vorerst 30. November im Zuge der achten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung neue Regeln in Schulen, Horten und Kitas. Wie das Landratsamt Nürnberger Land mitteilt, sei es durchaus möglich, dass Klassen und Jahrgangsstufen wieder in den Distanzunterricht wechseln und Kitas und Horten die Betreuung einschränken müssen.

Schon vor den Ferien mussten Schüler aller Jahrgangsstufen auch während des Unterrichts Masken tragen. Die Grundschüler im Nürnberger Land waren durch eine Sonderregelung davon ausgenommen. Durch die neue Verordnung und steigende Zahlen im Landkreis ist dies nicht mehr möglich: Ab 9. November müssen auch Grundschüler im Nürnberger Land während des Unterrichts an ihrem Platz einen Mund-Nasen-Schutz tragen. „Für die Kinder, besonders für die Brillenträger unter ihnen, ist die Maske eine Strapaze und sehr unangenehm, keine Frage“, sagt Gesundheitsamtsleiter Dr. Hanspeter Kubin, „aber derzeit eine nötige Anstrengung.“ Eltern hatten in den vergangenen Wochen sowohl gegen als auch für eine Maskenpflicht protestiert. 

An Schulen gilt: Für Grundschüler aller Jahrgangsstufen, für fünfte Klassen in Mittel- und Realschulen sowie für Abschlussklassen, also die neunte, zehnte und zwölfte Jahrgangsstufe soll der Präsenzunterricht vorerst und so lange wie möglich stattfinden. Wenn der Präsenzunterricht an einer Schule nicht mehr möglich sein sollte, kann diese Schule nach Absprache mit dem Schulamt zum Unterricht in geteilten Gruppen wechseln. Gruppen sollen sich dann tage- oder wochenweise abwechseln. Das heißt: Es ist gut möglich, dass sich noch diese Woche die Schulen bei den Eltern melden, um mitzuteilen, dass die Klasse ihres Kindes in den Distanzunterricht geht.

Für Horte und Kitas gilt: Das Gesundheitsamt stellt für diese Einrichtungen die Warnstufe drei fest (nicht zu verwechseln mit der inzwischen nicht mehr gültigen Ampel). Gruppen können geteilt werden, um die Gruppengröße zu reduzieren. Kinder und Erzieher werden einer Gruppe fest zugeteilt und sollen anschließend keinen Kontakt mehr mit den anderen Gruppen haben. Kitas und Horte sollen auch mit den Schulen in Kontakt treten, damit in der Betreuung dort keine Personen miteinander in Kontakt kommen, die in der Schule mit viel Aufwand auseinandergehalten wurden.

Mache Einrichtungen müssen ihre Öffnungszeiten reduzieren. Außerdem richten das Landratsamt, das Gesundheitsamt und für die Kitas zuständigen Stellen den Appell an die Eltern, nur die Kinder in die Kitas zu bringen, bei denen es unbedingt sein muss. Sollte die Infektionssituation sich noch weiter verschärfen, können die Kitas eventuell, wie im Frühjahr, nur noch die Kinder von Erziehungspersonen aus der kritischen Infrastruktur oder aus gefährdeten familiären Verhältnissen betreuen. Erzieher müssen im Außenbereich eine Maske tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Update vom 2.11.2020, 15.30 Uhr: Polizei Mittelfranken zieht Bilanz zur Einhaltung der Corona-Regeln

Seit Montag (2. November 2020) gelten bundesweit weitestgehend einheitliche Corona-Regeln. Noch bis zum Wochenende richteten sich die jeweiligen Maßnahmen nach den regionalen Infektionswerten -  von Maskenpflicht über Kontaktbeschränkungen und eine einheitliche Sperrstunde. Die Polizei hat nun ihre Bilanz zum vergangenen Wochenende veröffentlicht. Fazit: Allein in Mittelfranken wurden rund 1600 Verstöße gegen die Corona-Regelungen erfasst.

Im genannten Zeitraum wurden laut Polizei Mittelfranken insgesamt rund 2600 Kontrollen durchgeführt. "Hierunter fallen beispielsweise Überprüfungen der Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich oder die Einhaltung des Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen", heißt es vonseiten des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

1600 Corona-Verstöße, 350 Anzeigen, 30 Verwarnungen

Insgesamt wurden durch die Beamten circa 1600 Verstöße festgestellt. Hiervon wurden rund 350 in Form einer Anzeige geahndet. In 30 Fällen wurden Personen wegen eines nicht getragenen Mund-Nasen-Schutzes gebührenpflichtig verwarnt.

"Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der überwiegende Teil der Bevölkerung an die Vorgaben hält und auch bei festgestellten Verstößen einsichtig und kooperativ ist", konstatiert die Polizei.

"Den weitaus geringeren Teil stellen Personen dar, die die Beschränkungen ignorieren und sich unbelehrbar zeigen." So musste die mittelfränkische Polizei auch am Wochenende diverse Menschenansammlungen - sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Bereich - auflösen. Dies ging in den überwiegenden Fällen vollkommen friedlich vonstatten. "Gegen die unerlaubt Anwesenden werden Anzeigen gemäß dem Infektionsschutzgesetz erstattet", hält die Polizei fest.

Polizei ahndet Regelverstöße in Gaststätten

Auf Facebook geht die Polizei Mittelfranken detaillierter auf manche Vorkommnissen am Wochenende ein. "Es kommt immer wieder vor, dass Einzelpersonen und Betreiber von Gaststätten die Maskenpflicht und die Sperrstunde ignorieren." In Hinsicht auf Restaurants, Bars und Lokale schreibt die Polizei insgesamt von 60 Anzeigen, die am Wochenende wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln erstattet wurden.

Laut Polizeiangaben erhielten am Freitagabend (30. Oktober 2020) in einer Fürther Gaststätte gleich sieben Gäste eine Anzeige. Weil sie sich nicht an das Hygienekonzept hielten, musste die Polizei gegen 21.30 Uhr eingreifen. Kurz darauf wurde ein Nürnberger Gastwirt angezeigt, weil sich im Gastraum seines Schnellimbisses rund 40 Gäste aufhielten.

In Dürrwangen (Landkreis Ansbach) wurde am Freitagabend eine private Feier mit circa 20 Jugendlichen gemeldet. Vor Ort fand die Polizei noch zehn Personen vor, die allesamt eine Anzeige erhielten. Ferner wurde der Betreiber einer Nürnberger Bar angezeigt, weil sich nach der Sperrstunde noch sechs Personen im Gastraum befanden. Ebenso erging es dem Inhaber einer Hersbrucker Shisha-Bar, in der gegen 23 Uhr noch neun Gäste festgestellt wurden.

Trotz mehrerer Verstöße: Polizei zieht positive Gaststätten-Bilanz

Auch am Samstag (31. Oktober 2020) wurden laut Polizei Mittelfranken mehrere Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt: In einer Ansbacher Gaststätte wurden keine Hygienevorschriften eingehalten, weshalb der Gastwirt eine Anzeige erhielt. Zehn Personen wurden bei einer Outdoor-Party bei Nürnberg Fischbach angezeigt - und 29 Personen erhielten wegen einer privaten Halloween-Party in Nürnberg eine Anzeige.

Die Polizei berichtet von 60 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln in mittelfränkischen Gaststätten. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz: "Die überwiegende Mehrheit hält sich an die Maßnahmen", schreibt sie auf Facebook. "Auch diese Woche können wir eine positive Corona-Bilanz ziehen."

Update vom 15.10.2020, 10.15 Uhr: Corona-Fall beim FCN - Ex-Kapitän Hanno Behrens positiv getestet

Covid-19-Fall beim FCN: Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat einen positiven Corona-Fall vermeldet. Wie der Verein am Mittwochabend (14. Oktober 2020) bekanntgab, sei der Betroffene, der namentlich nicht genannt wurde, bereits in häuslicher Quarantäne. Bei dem Infizierten soll es sich laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung um Nürnbergs Ex-Kapitän Hanno Behrens handeln. 

Am Donnerstag (15. Oktober 2020) werden sich das Team, die Trainer und der Staff weiteren Tests unterziehen. Nach deren Ergebnissen werde das weitere Vorgehen abgestimmt. Das für Donnerstagvormittag angesetzte Training wurde abgesagt.

«Wir stehen mit dem Gesundheitsamt in engem Austausch», sagte FCN-Sportvorstand Dieter Hecking in einer Vereinsmitteilung. «Sobald die Ergebnisse der erneuten Testung vorliegen, besprechen wir mit den Behörden die nächsten Schritte. Wir hoffen aber, den Trainingsbetrieb bei einer negativen Testung weiterführen zu können.»

Wie inzwischen bekannt wurde, gab es am Donnerstag nach den erneuten Abstrichen keinen weiteren Covid19-Fall in der Mannschaft des Clubs. Die anstehende Zweitliga-Partie beim FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr) soll wie geplant stattfinden können.

Update vom 13.10.2020, 13.55 Uhr: Gesundheitsamt ordnet für Oberbürgermeister Marcus König Quarantäne an

Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat sich auf Anordnung des städtischen Gesundheitsamts in häusliche Isolationen begeben müssen. König hat sich am Dienstagvormittag (13. Oktober 2020) bis einschließlich Freitag (16. Oktober 2020) in Quarantäne begeben, berichtet die Stadt Nürnberg. Mittlerweile liege dem Oberbürgermeister ein negatives Corona-Testergebnis vor. 

Laut Angaben der Stadt hatte König am Freitag, 2. Oktober, an einer Veranstaltung teilgenommen. Am Montag, 12. Oktober, sei der OB dann am frühen Abend informiert worden, dass sich auf dieser Veranstaltung eine Person aufgehalten habe, die eine Woche später positiv auf Covid-19 getestet worden sei. Trotz Königs negativen Testergebnisses habe das Nürnberger Gesundheitsamt am Dienstagmittag für den Oberbürgermeister eine häusliche Quarantäne angeordnet. Diese erstreckt sich gemäß der 14-Tage-Frist bis einschließlich Freitag, 16. Oktober.

Wie die Stadt Nürnberg weiter mitteilt, zeige König keinerlei Symptome und sei beschwerdefrei. Ab Samstag nehme er nach jetzigen Planungen seine Termine wieder wahr, so die Stadt.

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