• Nürnberg: IS-Rückkehrerin am Flughafen Frankfurt verhaftet
  • Mutter von zwei kleinen Kindern kommt aus Franken
  • 24-Jährige war zuvor in einem kurdischen Gefangenenlager untergebracht
  • Dafür waren die Rückkehrerinnen in der Terrororganisation zuständig

In einer riesigen Rückholaktion hat die Bundesregierung mutmaßliche IS-Anhängerinnen und deren Kinder aus einem Gefangenenlager in Syrien nach Deutschland gebracht. Der Generalbundesanwalt ließ vier der Frauen direkt am Frankfurter Flughafen verhaften. Darunter ist nach Informationen von BR und Deutscher Presseagentur (dpa) auch eine in Nürnberg geborene Frau.

Nürnberger Mutter war beim IS - das waren die Aufgaben der Frauen 

Insgesamt 27 deutsche Kinder und 10 Mütter seien am Mittwoch aus dem kurdischen Gefangenenlager Roj in Nordostsyrien zurückgeholt worden, so Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) in der Nacht zum Donnerstag. "Mit der heutigen Aktion ist der Großteil der deutschen Kinder, deren Mütter zur Rückkehr nach Deutschland bereit sind, in Sicherheit gebracht", sagte sie.

Die vier Festgenommenen seien zwischen 23 und 36 Jahre alt und hätten die deutsche Staatsangehörigkeit, eine von ihnen auch die marokkanische. Sie sollten am Donnerstag (31. März 2022)am Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Laut dem BR handelt es sich bei der Nürnbergerin um eine 24-Jährige, die mit ihren 2016 und 2018 geborenen Kindern erwartet wurde.

Laut Bundesanwaltschaft waren die Frauen 2013 oder 2014 über die Türkei nach Syrien oder in den Irak gereist, drei von ihnen mit ihrem Mann. Während die Männer für den IS kämpften, waren sie vor allem für den Haushalt und die Kinderbetreuung zuständig. Die Familien wurden von der Terrororganisation unterstützt, heißt es. Der SWR berichtet, gegen sechs der zehn Frauen Haftbefehle vorgelegen hätten – unter anderem wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung