Eichenprozessionsspinner mit ihren giftigen Brennhaaren beschäftigen gerade mehrere Regionen Frankens. Am Donnerstag (25. Juni 2026) findet aufgrund der Plage in der Nürnberger Grundschule Thoner Espan kein Unterricht statt. Schon am Sonntag informierte die Einrichtung auf ihrer Webseite über Funde im eigenen Wäldchen nach der täglichen Kontrolle. 

Am Mittwoch stellte man dann fest, dass auch alle Eingangsbereiche betroffen sind, wie der Leiter des staatlichen Schulamts Nürnberg, Thomas Reichert, inFranken.de erklärt. Das Risiko, Hautausschläge, Bindehautentzündungen oder Atembeschwerden zu erleiden, müsse in jedem Fall verhindert werden. Auch der Kreis Ansbach ist an mehreren Orten betroffen. So "stürmen" etwa Kunden mit juckenden Ausschlägen die Apotheke in Wassertrüdingen.

Eichenprozessionsspinner: Raupenbefall sorgt für Unterrichtsausfall an Nürnberger Grundschule Thoner Espan

Aus zeitlichen Gründen habe die Stadt am Mittwoch nicht mehr handeln können, so Reichert. Er versichert, dass die Nester am Donnerstagfrüh entfernt würden und der Unterricht am Freitag wieder stattfinden könne. Die Eltern seien über interne Kanäle informiert worden und hätten Lernmaterialien für zu Hause erhalten. Außerdem wurde eine Notbetreuung in der benachbarten Grundschule Forchheimer Straße eingerichtet. 

Das Prozedere habe im Allgemeinen "gut geklappt", zeigt sich Reichert zufrieden. "Wir haben aus der Pandemie gelernt." Die aktuelle Hitze begünstigt die Ausbreitung der Falter. Laut dem Umweltbundesamt bevorzugen die Eichenprozessionsspinner warmtrockene Bedingungen in lichten Eichenwäldern, Bestandsrändern und Einzelbäumen.

"Im Zuge des Klimawandels und der damit verbundenen wärmeren Frühjahrsmonate ist eine Ausweitung der Befallsgebiete zu erwarten", heißt es. In einem Überblicksartikel fassen wir zusammen, an welchen Orten in Franken Gesundheitsgefahr droht. Weitere Nachrichten aus Nürnberg und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.