• Nach Kita-Brand in Nürnberg: Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet
  • Neubau wurde Mitte Mai völlig zerstört - Feuerwehr im Dauer-Großeinsatz
  • Was war die Brandursache? Üble Fake-News geben Minderheit die Schuld
  • "Irreführende und falsche Behauptungen" in sozialen Medien haben Konsequenzen

Video zu Nürnberger Kita-Brand zieht Ermittlungen nach sich: Mitte Mai hatte der Holz-Neubau einer Kita vier Tage lang gebrannt, dichte Rauchwolken zogen über das Gebiet um die Grünewaldstraße. Erst mithilfe eines Abrissbaggers konnten die Glutnester letztlich in mühsamer Löscharbeit beseitigt werden. Nun hat das Polizeipräsidium Mittelfranken mitgeteilt, dass aufgrund von Gerüchten zur Brandursache ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde. Gegenüber inFranken.de nennt das Präsidium konkrete Details.

Fake-News zu Nürnberger Kita-Brand rufen Kripo auf den Plan

Bislang hätten sich "keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung" ergeben, die Polizei habe jedoch ein weiteres Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet, heißt es aus dem Präsidium in Nürnberg. "Im Verlauf der Ermittlungen konnte der Bereich des Brandausbruchs engräumig lokalisiert und mögliche Zündquellen eingegrenzt werden", schreibt die Polizei weiter. 

Die Ermittlungen zur "Klärung des Brandausbruchs" dauern demnach derzeit noch an. Derzeit würden allerdings "auf diversen Social-Media-Plattformen irreführende und falsche Behauptungen bezüglich des Brandereignisses verbreitet", so die Polizei. Unter anderem werde in einer Videodatei behauptet, dass "eine bestimmte Bevölkerungsgruppe für den Brand verantwortlich sei und die Polizei diesbezüglich nicht ermitteln würde".

Auslöser für das folgenschwere Großfeuer seien demnach angeblich ukrainische Flüchtlinge, erklärt eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Mittelfranken inFranken.de am Dienstag (31. Mai 2022) auf Nachfrage. Der in dem Internetvideo namentlich genannte vermeintliche Polizeibeamte ist offenbar frei erfunden. "Dieser ist so in Mittelfranken nicht existent", erklärt die Polizeisprecherin. 

Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet

In der Folge habe die Nürnberger Kriminalpolizei nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung eingeleitet.

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