Das Sanierungsgebiet Siedlungen Süd umfasst die Gebiete zwischen Rangierbahnhof, Ludwigskanal und Münchener Straße. Anlass für die Bauarbeiten in diesem Stadtteil ist eine Überlastung des Kanalnetzes: Bei starkem Regen kommt es immer wieder zur Überflutung der Straßen und zu Rückstau, der sich auch in den Kellern der Häuser bemerkbar macht, so die Stadt Nürnberg.

Ein Bestandteil dieser Sanierungsmaßnahme ist der Bau eines Stauraumkanals im Verlauf der Minervastraße vom Finkenbrunn bis zur Einmündung des Wacholderwegs. Dafür müssen auch Bäume gefällt werden. Dieser Stauraumkanal dient für die Zwischenspeicherung von Regenwasser, das nach Ende der Niederschläge im Kanalnetz weitergeleitet und im Klärwerk behandelt wird.

Um die Bauarbeiten durchführen zu können, sind im Bereich des Südfriedhofs Höhe Julius-Loßmann-Straße und auf der Forst- und Stadtfläche, angrenzend an die Minervastraße auf Höhe des Wacholderwegs, Rodungen notwendig. Die Rodungen umfassen rund 2 300 Quadratmeter Waldfläche. Weiterhin ist entlang der Minervastraße zwischen dem Wacholderweg und Finkenbrunn eine Fällung von zwölf Straßenbäumen erforderlich.

Zusätzlich werden sieben Bäume in den Volkspark Marienberg umverpflanzt. Flächen, die während der Baumaßname beeinträchtigt werden, werden wieder begrünt und teilweise aufgeforstet. Ferner finden Ausgleichmaßnahmen durch die Aufforstung auf Ausgleichsflächen in der Gemarkung Höfles (Stadt Nürnberg) und in der Gemarkung Winkelhaid (Stadt Winkelhaid) statt.

Die Fällarbeiten beginnen ab Montag, 14. Februar 2022, und sind mit dem Umweltamt abgestimmt. Die Ausführung übernehmen das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Freistaats sowie der  Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg.

Der Werkausschuss des Eigenbetriebs Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg hat in seiner Sitzung am 27. Januar 2022 die Baumaßnahme Generalsanierung Siedlungen Süd, Stauraumkanal Minervastraße, genehmigt.