- Nürnberg: Neues Einkaufszentrum - Pop-up-Center "Das Dürer" in Planung
- Vorbild "Bikini Berlin": regelmäßig wechselnde Betreiber in festem Gebäude
- Projekt soll Innenstadt beleben und regionale Identität stärken
- Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie noch 2022 erwartet
Die Nürnberger Innenstadt soll einen neuen Anziehungspunkt bekommen. Das Pop-up-Center "Das Dürer" ist ein Projekt der "Nürnberger City Werkstatt" und soll dazu beitragen, die fränkische Stadt "zu einer Handelsmetropole mit bundesweiter Strahlkraft zu entwickeln". So heißt es in einem Dokument der Nürnberger City Offensive von vergangenem September. "Das Dürer" kommt mit einem außergewöhnlichen Konzept daher und nimmt in diesen Monaten klarere Züge an.
Nürnberger Einkaufszentrum "Das Dürer" will große Abwechslung im Angebot bieten
"Das Dürer" soll "eine Mischung aus Marktplatz und Erlebnisort" werden. "Kreative, junge Unternehmen, aufstrebende Start-ups, kleine Labels, die sich (noch) nicht die hohen Innenstadtmieten leisten können, sollen die Chance bekommen, in hervorragenden Lagen ihre Produkte zu präsentieren und ihre Geschäftsidee im Markt zu testen." So formuliert es die "Nürnberger City Werkstatt". Dabei wechseln die Betreiber*innen regelmäßig und sollen so "lokale Abwechslung zum filialdominierten Einzelhandel bieten und die regionale Identität stärken".
Vorbild sei das "Bikini Berlin". Elementarer Bestandteil dieses besonderen Einkaufszentrums sind nach eigenen Angaben "die modularen Pop-up-Boxes". Diese können temporär gemietet werden und bieten Designern und anderen Anbieter*innen einen unkomplizierten Weg, ihre Kreationen der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Für "Das Dürer" sind außerdem Lounges zum Verweilen, Zusatzservices wie Arbeitssuiten für mobiles Arbeiten gegen Gebühr und wechselnde Programmpunkte vorgesehen. Den Verantwortlichen schwebt darüber hinaus "eine Schaufenstergalerie oder die Präsentation von Start-ups im Gastroumfeld wie regionale Kaffeeröstereien" vor. Alles soll sich an einem festen Standort abspielen. Eine passende Immobilie sei indes noch nicht gefunden.
Standort noch offen: Planungsbüro prüft Machbarkeit - Ergebnis noch 2022 erwartet
Diese Herausforderung werde mit dem ersten Planungsschritt momentan in Angriff genommen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie prüfe das Kölner Planungsbüro DKC Kommunalberatung GmbH derzeit, unter welchen Voraussetzungen sich das Projekt realisieren ließe. Dabei gehe es "neben der Frage des Standorts und des Branchenmixes auch um die Wirtschaftlichkeit und das Trägermodell".
Das Ergebnis werde noch in diesem Jahr erwartet. Das Nürnberger Einkaufszentrum soll dann sowohl Einheimischen als auch Touristen einen weiteren Anlaufpunkt bieten.
Ebenfalls spannend: "Modernstes Einkaufszentrum" der Region: Edeka eröffnet Standort mit neuem "Shop-in-Shop"-Konzept