Am Mittwochmittag (28.04.2021) tat ein Ladeninhaber in der Nürnberger Innenstadt seinen Unmut über die Corona-Maßnahmen der Regierung lautstark mit einem Megafon kund. Als ihn eine Streife der Polizei kontrollierte, filmte er heimlich die Maßnahme, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt.

Aus seiner regierungskritischen Haltung machte ein Nürnberger Ladeninhaber schon seit längerer Zeit keinen Hehl. So beklebte er das Schaufenster des Geschäfts bereits vor einiger Zeit mit kritischen Schriften und Parolen.

Corona-Maßnahmen-Gegner brüllt seinen Unmut mit Megafon heraus

Um seinen Unmut noch lauter kundtun zu können, besorgte er sich ein Megafon und rief am Freitagmittag (23.04.2021) Parolen vor seinem Laden. Der Lärm belästigte wiederum Passanten und Taxifahrer, die in der Nähe des Geschäfts auf Kundschaft warteten.

Es entwickelte sich ein Disput, bei dem Unbeteiligte ihn zur Ruhe mahnten. Als eine hinzugerufene Polizeistreife nahte, lief der Geschäftsmann zurück in den Laden rief von dort aus seine Parolen durch das Megafon. Die Polizeibeamten belehrten den uneinsichtigen Mann und stellten sein Megafon sicher, um weitere Lärmbelästigungen zu unterbinden. Da er keine Genehmigung für die Lautsprecherdurchsagen hatte, wurde er wegen einer Ordnungswidrigkeit wegen unzulässigen Lärms angezeigt.

Bereits wenige Tage später hatte der Geschäftsinhaber sich erneut ein Megafon beschafft und beschallte den Platz vor seinem Laden erneut mit Unmutsbekundungen über die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Als eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte nahte, filmte er diese und die anschließende Kontrolle heimlich mit seinem Smartphone.

Nun erwartet den Mann nicht nur eine weitere Anzeige wegen Lärmbelästigung, sondern auch ein Ermittlungsverfahren wegen der Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.

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