Vor wenigen Wochen hat sich das Leben einer Familie aus Nürnberg von einem auf den anderen Tag schlagartig verändert. Wie Jaqueline Bergmann am Montag (30. März 2026) im Gespräch mit inFranken.de berichtet, hat ihre vierjährige Tochter Eliana Malea am 2. März 2026 die Schock-Diagnose Leukämie erhalten. Seither ist nichts mehr im Leben der fünfköpfigen Familie so, wie es einmal war.

"Die Kleine war ständig krank und hatte tagelang über 40 Grad Fieber", berichtet Mutter Jaqueline. Plötzlich habe sie dann am ganzen Körper "unerklärliche blaue Flecken" bekommen. Sofort habe Bergmann mit ihrer Tochter einen Arzt aufgesucht, der sie wiederum an die Notaufnahme der Cnopfschen Kinderklinik an der Hallerwiese überwiesen habe. Nach unzähligen Untersuchungen und Tests herrschte dann traurige Gewissheit: Eliana Malea hat Leukämie. Für die Familie sei in diesem Moment "eine Welt zusammengebrochen". Doch damit nicht genug. Zunehmend machen der Familie auch finanzielle Sorgen und Ängste zu schaffen. 

Nürnberger Familie von Leukämie-Diagnose erschüttert: "Eine Welt zusammengebrochen"

Wie Jaquline Bergmann gegenüber inFranken.de berichtet, wurde direkt am Tag nach der Diagnose mit der Chemotherapie begonnen. Sie selbst sei deshalb zunächst für drei Wochen mit ihrer Tochter im Krankenhaus geblieben, während Vater Dominik sich um die anderen beiden Kinder (8 und 11) gekümmert habe. Die zwei Familienhunde seien derweil bei einer Verwandten untergekommen.

Vor einigen Tagen sei Eliana Malea aus dem stationären Aufenthalt entlassen worden. Nach Angaben ihrer Mutter, habe die Chemotherapie jedoch ihre Spuren hinterlassen. Demnach leidet die Vierjährige unter extremen Beinschmerzen und könne nicht alleine laufen. Deshalb benötige sie momentan besonders viel Zuwendung. "Unser Alltag besteht aktuell daraus, uns 24/7 um die Kleine zu kümmern und zu schauen, ob irgendwas mit ihr ist", erklärt Jaqueline Bergmann. Ihren Jobs nachzugehen sei für die beiden Eltern deshalb gegenwärtig nicht möglich.

Erst im Januar habe Jaqueline Bergmann nach eigenen Angaben eine Ausbildung zur Busfahrerin begonnen. Diese habe sie jedoch kurz nach der Leukämie-Diagnose ihrer Tochter abgebrochen. "Mein Vertrag läuft noch bis zum 31. März 2026, dann bin ich arbeitslos", erklärt sie. Dementsprechend habe die Familie nun mit "großen finanziellen Einbußen" zu kämpfen. Damit entwickle sich die ohnehin schon tragische Situation zunehmend auch noch zu einer finanziellen Belastungsprobe. 

"Müssen ums Überleben kämpfen": Fränkische Familie startet Spendenaufruf 

"Bis alles durch ist, müssen wir irgendwie ums Überleben kämpfen", berichtet Jaqueline Bergmann. Das sei ihr zufolge aktuell jedoch "sehr sehr schwer". Denn sämtliche Fixkosten wie Miete, Strom oder Gas laufen weiter und müssen weiterhin bezahlt werden. Dass die Kinder aufgrund dessen weiterhin zurückstecken müssen, wolle man jedoch unbedingt vermeiden.

"Wir wollen versuchen, sowohl der Kleinen als auch ihren großen Geschwistern alles zu ermöglichen, was nur geht, allerdings schaffen wir das nicht alleine", so die Mutter. Deshalb bittet die Familie nun um Unterstützung und hat sich dazu entschieden, eine Spendenaktion auf der Plattform gofundme.com ins Leben zu rufen. 

Bislang sind so bereits über 4100 Euro zusammengekommen (Stand: 01.04. 2026, 15.17 Uhr). Einen derartigen Zuspruch habe Jaqueline Bergmann nach eigenen Angaben nicht erwartet. "Ich war wirklich überrascht und habe nicht mit einer solchen Anteilnahme gerechnet", erklärt sie. Jedem einzelnen Spender sei sie jedoch "unglaublich dankbar". 

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