Auf dem ehemaligen Sportplatzgelände an der Maiacher Straße haben die Bauarbeiten für das Projekt „Schulcampus Maiach“ begonnen. Es entstehen dort neben der neuen Grundschule Maiach mit Betreuung die Mittelschule Süd mit Ganztagsbetreuung sowie eine Dreifach- und eine Einfach-Sporthalle, so die Stadt Nürnberg.

Jedes Gebäude funktioniert für sich eigenständig. Zusätzlich zu den Außenbereichen der Schulen werden Freisportflächen errichtet. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf knapp 75 Millionen Euro.

Die Realisierung erfolgt im Zuge einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (ÖPP) mit der Firma Goldbeck als privater Partner. „Für die Stadt Nürnberg bedeutet diese Partnerschaft eine schnelle, wirtschaftliche und termingetreue Fertigstellung einer wichtigen neuen Schule.

Dabei bietet Goldbeck alle Leistungen aus einer Hand und trägt damit zur Entlastung bei unserem riesigen Bauprogramm für Schulen und Kitas bei“, so Stadtkämmerer Harald Riedel, der für das innovative Vergabeverfahren verantwortlich zeichnet.

Der erste Bauabschnitt umfasst den Neubau der Schulen und wird bis Dezember 2023 fertiggestellt. Die dreizügige Grundschule für bis zu 300 Schülerinnen und Schüler wird als Kombi-Einrichtung mit einem Hort und kooperativer Ganztagesbildung realisiert. Der Hort wird ein ganztägiges Betreuungsangebot für 150 Schülerinnen und Schüler anbieten.

Die Mittelschule wird mit insgesamt 32 Klassen errichtet – 23 davon im gebundenen Ganztag und bietet für bis zu 800 Schülerinnen und Schüler Platz. Die Freisportflächen werden aus einer 400 Meter Rundlaufbahn, Fußballfeld, Allwetterplätzen und Weit- und Hochsprunganlage bestehen. Der Abriss der alten Grundschule, des alten Horts und der Neubau der Sporthallen, der Sportanlagen sowie die Fertigstellung der Außenanlagen  erfolgt in einem zweiten Bauabschnitt bis August 2025.

Die Neubauten werden im Passivhaus-Standard errichtet und stellen somit einen Gebäudestandard dar, der höchst energieeffizient, komfortabel, wirtschaftlich und umweltfreundlich zugleich ist. „Erreicht wird dies durch eine sehr gut gedämmte vorgehängte Fassade aus dauerhaftem Klinker, eine Lüftung mit Wärmerückgewinnung und eine energieeffiziente Kälte- und Wärmeerzeugung.

Die Wärme- und Kälteenergie wird bivalent über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe und eine Gas Brennwerttherme erzeugt. Das Gebäude erhält außerdem eine Dachbegrünung und eine Photovoltaikanlage“, erklärt Planungs- und Baureferent Daniel F. Ulrich.

„Das Gebäude ist sowohl pädagogisch als auch technisch auf modernstem Stand, um durch die Lehrkräfte einen innovativen und pädagogisch wertvollen Unterricht gewährleisten zu können“, so Schul- und Sportreferentin Cornelia Trinkl.

Der Freistaat Bayern fördert das Bauprojekt nach dem Gesetz über den Finanzausgleich (BayFAG) mit bis zu 33 Millionen Euro. Nach der bereits erfolgten Erstinformation der angrenzenden Nachbarn über den Umfang und den zeitlichen Ablauf der Arbeiten wird das Referat für Schule und Sport zeitnah auch den lokalen Bürgerverein informieren.