Viele Autofahrer kennen das Problem der lästigen Parkplatzsuche in Städten - oft bleibt die Suche nach einem Stellplatz für Anwohner vergeblich. Das sogenannte Feierabend- und Wochenendparken soll Abhilfe schaffen, indem es das Parken auf Flächen von Einzelhandelsunternehmen auch außerhalb der Geschäftszeiten ermöglicht.

Wie aus Mitteilungen der Städte Nürnberg, Erlangen und Fürth hervorgeht, wird das Konzept nun auch in den drei fränkischen Städten umgesetzt. Erstmals in Hamburg hatte das Einzelhandelsunternehmen Lidl seine Parkplätze außerhalb der Öffnungszeiten gegen eine geringe Gebühr für die Allgemeinheit freigegeben. Augsburg folgte nach diesem Vorbild.

"Auto sicher und kostengünstig" parken: Fränkische Städte starten Feierabend- und Wochenendparken

Laut Angaben der Stadt Nürnberg hat Oberbürgermeister Marcus König (CSU) am 5. März 2026 gemeinsam mit Bau- und Planungsreferent Daniel F. Ulrich sowie den Vertretern der Aldi-Süd-Unternehmensgruppe, Fabien Busch (Director Real Estate) und Mike Brüning (Manager Regional Store Operations) das Konzept auf dem Aldi-Parkplatz Grolandstraße in Betrieb genommen. Wer übrigens einen Strafzettel für falsches Parken auf einem Supermarkt-Parkplatz bekommt, muss ihn nicht in jedem Fall zahlen.

In Erlangen haben Oberbürgermeister Florian Janik, sowie die Aldi-Vertreter Brüning und Busch das Pilotprojekt am 10. März an der Filiale in der Henkestraße 92 offiziell gestartet. Zunächst sollen 20 Stellplätze freigegeben werden. Die Zahl könne jedoch je nach Nachfrage kurzfristig angepasst werden.

Auch in Fürth soll der Aldi-Parkplatz schon bald zum nächtlichen Parken dienen. An der Filiale in der Karolinenstraße 90 will OB Thomas Jung den Feierabend-Parkplatz am Donnerstag (19. März 2026) offiziell eröffnen und Einzelheiten der Maßnahme erläutern.

Pilotprojekt in Nürnberg geht auf Initiative des OB zurück

Das Pilotprojekt in Nürnberg gehe auf eine Initiative des Oberbürgermeisters im Herbst 2024 zurück. Damals wurden 17 Einzelhandelsunternehmen, Bau- und Elektromärkte mit dem Ziel angesprochen, "entweder ihre Parkplätze zu begrünen oder sie für Anwohnerinnen und Anwohner zu öffnen", heißt es in der Mitteilung. Mit der Öffnung bestehe die Möglichkeit, "frei werdende und entlastete Straßenräume in der Umgebung zu entsiegeln und zu begrünen". 

"Ich bin der Aldi-Süd-Unternehmensgruppe dankbar, dass sie dieses Pilotprojekt in Nürnberg startet, und bin auf die Resonanz im Stadtteil gespannt", so Marcus König. "Damit gibt es eine Möglichkeit für Anwohnerinnen und Anwohner, ihr Auto sicher und kostengünstig über Nacht abzustellen."

Das Pilotprojekt auf dem Aldi-Parkplatz Grolandstraße in Nürnberg sei ein weiterer Baustein "in der Strategie der Stadt, um insbesondere in dicht bebauten Stadtteilen die Anpassung an den Klimawandel zu verbessern und Temperaturspitzen gerade im Sommer zu begegnen", heißt es abschließend. 

Parken auf Aldi-Stellplätzen in Nürnberg, Erlangen und Fürth - die Gebühren

Das Anwohnerparken ist in Nürnberg wie auch in Erlangen, täglich von 20 bis 7 Uhr sowie am Wochenende von Freitagabend 20 Uhr bis zum darauffolgenden Montagmorgen 7 Uhr möglich. Es erfolgt über Kennzeichenerfassung.

Die Parkgebühren belaufen sich in Nürnberg und Erlangen auf drei Euro pro Nacht, fünf Euro am Wochenende und maximal 35 Euro pro Monat. Nähere Informationen zu den Gebühren und Zeiten in Fürth sollen bei der Eröffnung folgen. Interessierte können den Parkplatz in Nürnberg direkt vor Ort buchen und bezahlen, geht aus der Mitteilung weiter hervor. In Erlangen läuft die Buchung online über die Plattform www.my-prm.com.