Corona-Tests in Betrieben: Zahlreiche Unternehmen in Mittelfranken führen bereits sogenannte „Bürgertestungen“ durch. Mit der Initiative „Wirtschaft testet“ will die IHK Nürnberg für Mittelfranken diese Aktivitäten bündeln und ausweiten. Möglich sind die „Bürgertestungen“, wenn die betrieblichen Testzentren bestimmte Voraussetzungen erfüllen und von den Gesundheitsämtern gemäß der Coronavirus-Testverordnung beauftragt werden. Das teilt die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken mit.

Der Landkreis Roth zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung beim Ausbau der Testangebote für Bürger erfolgreich ist: Dort sind mittlerweile 73 Unternehmen durch das Gesundheitsamt beauftragt, „Bürgertestungen“ durchzuführen. Sie werden u. a. in 13 Gewerbegebieten des Landkreises angeboten und rege genutzt.

Der Landkreis Roth und die Unternehmerfabrik Landkreis Roth hatten dieses Konzept entwickelt und umgesetzt. „Wir möchten mithelfen, dieses erfolgreiche Modell auch in anderen Landkreises einzuführen und damit die regionale Verfügbarkeit von Testmöglichkeiten zu verbessern“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch. In einem Schreiben an alle Landräte und Oberbürgermeister in Mittelfranken hat Lötzsch nun die Initiative vorgestellt und die Kooperation der IHK angeboten. Umfassende Informationen über die Initiative, das Verfahren und die Voraussetzungen, die die teilnehmenden Unternehmen erfüllen müssen, hat die IHK auf ihrer Website zusammengestellt (www.ihknuernberg.de/wirtschaft-testet). 

Die Federführung des Projekts liegt bei der IHK-Geschäftsstelle Fürth. Die IHK, Landrat Matthias Dießl und das Gesundheitsamt Fürth, das für die kreisfreie Stadt und für den Landkreis zuständig ist, haben das Vorgehen, die erforderlichen Informationsmaterialien, das Schulungskonzept etc. abgestimmt. Das Prozedere: Die IHK berät die interessierten Unternehmen, klärt das Vorliegen notwendiger Voraussetzungen (u. a. Vorliegen eines Test- und Hygienekonzeptes), erstellt eine Liste der geeigneten Betriebe und übergibt diese an das Gesundheitsamt. Dieses prüft dann die Unterlagen und klärt beim Ordnungsamt, ob die Teststelle in das regionale Konzept passt. Abschließend spricht das Gesundheitsamt die sogenannte „Beauftragung weiterer Dritter“ aus und lässt damit die „Bürgertestung“ im Testzentrum des jeweiligen Betriebs zu.

Informationen für interessierte Unternehmen:

Dr. Maike Müller-Klier, Leiterin der IHK-Geschäftsstelle Fürth
Tel. 0911 780790-12, E-Mail: maike.mueller-klier@nuernberg.ihk.de
www.ihk-nuernberg.de/wirtschaft-testet