• "Sorgenkind" Wunsiedel: Bundesweit höchste Inzidenz
  • Laut RKI: Inzidenzen schießen in die Höhe - Datenpanne eingeräumt
  • Stadt Schweinfurt hat niedrigsten Corona-Wert Deutschlands 
  • Landkreis Wunsiedel mit bundesweitem Höchstwert
  • Frankenweit insgesamt über 130.000 Menschen positiv getestet
  • Mehr als 4500 Corona-Infizierte in Franken bislang verstorben

Covid-19 in Franken: Die Infektionszahlen in Deutschland sind nach wie vor verhältnismäßig niedrig. Die Corona-Maßnahmen wurden inzwischen angepasst. So wird die nächtliche Ausgangssperre seit Montag (15. Februar 2021) durch die regionalen Inzidenzwerte bestimmt. Auch Schulen, Kitas, Fahrschulen und Friseursalons sind von den neuen Beschlüssen betroffen. Einen Überblick über die momentanen Corona-Maßnahmen gibt es hier.

Update vom 27.02.2021, 14.20 Uhr: "Sorgenkind" Wunsiedel - höchste Inzidenz bundesweit

Den Landkreis Wunsiedel könnte man als echtes "Sorgenkind" bezeichnen - er hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 300,0 laut RKI am Samstag (27. Februar 2021) die höchste in ganz Deutschland.

Die Tendenz hin zu einer noch höheren Inzidenz ist steigend - am Freitag (26. Februar 2021) lag die Inzidenz noch bei 297,3. Laut Informationen des Landratsamtes Wunsiedel sind derzeit 447 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 

Als Grund für die hohen Zahlen wird immer wieder die Nähe zu Tschechien genannt. Dort ist die Lage aktuell sehr unentspannt. Die tschechischen Regierung hat bekannt gegeben, die Bewegungsfreiheit der Bürger noch mehr einzuschränken - die Infektionsgeschehen spitzt sich zu. 

Update vom 26.02.2021, 8.45 Uhr: RKI spricht von Datenpanne - Zahlen für Freitag korrigiert

Am Freitagmorgen (26. Februar 2021) meldete das Robert Koch-Institut teils erschreckende Inzidenzen für weite Teile Frankens. Bei verschiedenen Kreisen und Städten bestand eine Differenz um den Faktor 2, die Fälle hätten sich also verdoppelt. Demnach lag beispielsweise die 7-Tage-Inzidenz im Kreis Wunsiedel bei über 500. In Kronach schoss der Wert über Nacht von 76 auf 167, in Lichtenfels von 62 auf 182 und in Bamberg von 45 auf knapp über 100. 

Erste besorgniserregende Meldungen zu den hohen Inzidenzwerten machten die Runde und viele Bürger fragten sich, ob diese Zahlen stimmen können - und ob sie Auswirkungen auf Schul- und Kitaöffnungen haben oder Ausgangssperren wieder eingeführt werden.

Mittlerweile hat das RKI eingeräumt, dass es zu einer Datenpanne gekommen ist. Diese wurde inzwischen behoben und das RKI-Dashboard aktualisiert. 

Die aktuellen 7-Tage-Inzidenzen für Ihre Stadt oder Ihren Landkreis finden Sie in unseren entsprechenden Corona-Tickern auf inFranken.de.

Update vom 26.02.2021, 07.15 Uhr: Inzidenzen in Franken schießen in die Höhe - Zahlen fehlerhaft?

Erschreckende Zahlen liefert das Robert Koch-Institut am Freitagmorgen (26. Februar 2021) für viele Teile Frankens. Die 7-Tage-Inzidenzen hätten sich laut RKI drastisch verschlechtert - teilweise hätten sich die Werte verdoppelt.

Im Landkreis Wunsiedel würde laut den Zahlen des RKI die 7-Tage-Inzidenz über 500 liegen. Wie kann das sein?

Auf Nachfrage von inFranken.de bei der Pressesprecherin des Corona-Hotspots Wunsiedel heißt es, die Zahlen des RKI am Freitagmorgen sind falsch. "Es hat wohl einen Berechnungsfehler gegeben", so Anke Rieß-Fähnrich, Pressesprecherin. 

Alle Informationen zu den aktuellen Corona-Zahlen und Inzidenzen erhalten Sie in unseren Corona-Tickern für Ihre Stadt oder Ihren Landkreis.

Zahl der Corona-Infektionen in Franken verhältnismäßig niedrig

Die jüngste Entwicklung des Infektionsgeschehens in Franken gibt weiterhin Anlass zu vorsichtigem Optimismus. In den meisten fränkischen Städten und Landkreisen ist die Zahl der Corona-Fälle zuletzt gesunken beziehungsweise relativ niedrig geblieben. In beinahe allen Regionen liegt der 7-Tage-Inzidenzwert mittlerweile deutlich unter der 100-er-Grenze - wie ein Blick auf Frankens Corona-Karte verdeutlicht. 

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage.

Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie im Newsticker von inFranken.de.

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Update vom 24.02.2021: Zwei Fränkische Regionen mit bundesweiten Rekordwerten

In Franken bewegt sich die Zahl der Corona-Fälle insgesamt auf relativ niedrigem Niveau. Allerdings gibt es frankenweit extreme Inzidenz-Unterschiede: Während die Stadt Schweinfurt mit einem Wert von gerade einmal 9,36 die bundesweit niedrigste Inzidenz aufweist, hat der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge am Mittwoch einen Corona-Wert von 324,82 - das ist die höchste Inzidenz in ganz Deutschland. 

Alles in allem gibt es in Franken derzeit aber vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen. Einen 7-Tage-Inzidenzwert von unter 35 haben im Augenblick immerhin elf fränkische Regionen (Stand: 24.02.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). In diesen Städten und Landkreisen wäre nach jetzigem Stand theoretisch Raum für Lockerungen vorhanden. Hintergrund: Eine Inzidenz von 35 gilt seit Kurzem als neues Corona-Ziel der Bundesregierung. Zuvor orientierten sich die Entscheidungsträger lange Zeit am Richtwert 50. 

Die niedrigsten Corona-Zahlen weist aktuell - wie erwähnt - die Stadt Schweinfurt auf. Auf Platz 2 des frankenweiten Rankings folgt der Landkreis Schweinfurt. Dort beträgt der Corona-Wert 19,06. Die drittwenigsten Neuinfektionen in Franken - mit einer Inzidenz von 22,17 - gibt es im Augenblick im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. In den Landkreisen Bad Kissingen, Coburg, Würzburg, Aschaffenburg, Erlangen-Höchstadt, Main-Spessart und Haßberge sowie in der Stadt Erlangen liegt der Inzidenzwert ebenfalls unterhalb der Zahl 35.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Stadt Schweinfurt: 9,36
  2.  Landkreis Schweinfurt: 19,06
  3.  Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 22,17
  4.  Landkreis Bad Kissingen: 25,19
  5.  Landkreis Coburg: 25,36
  6.  Landkreis Würzburg: 26,49
  7.  Landkreis Aschaffenburg: 28,13
  8.  Landkreis Erlangen-Höchstadt: 28,41
  9.  Landkreis Main-Spessart: 30,12
  10.  Stadt Erlangen: 30,21
  11.  Landkreis Haßberge: 33,18

Höchste Inzidenz: Landkreis Wunsiedel mit den meisten Neuinfektionen Deutschlands

Am Mittwoch gibt es in Franken acht Regionen mit einem Inzidenzwert von über 100 (Stand: 24.02.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Frankens Corona-Hochburgen bleiben dabei die Regionen im Grenzbereich zu Tschechien.

Die meisten Neuinfektionen gibt es wie gehabt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Hier liegt die Inzidenz aktuell bei 324,82, Deutschlands aktuellem Höchstwert. Platz 2 im frankenweiten Ranking belegt der Landkreis Hof mit einem Wert von 182,49. In der Stadt Hof (181,12) gibt es momentan die drittmeisten Neuinfektionen Frankens. Auch die Landkreise Kulmbach, Bayreuth und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim liegen über der kritischen 100-er-Marke. Dasselbe gilt für die kreisfreien Städte Bayreuth und Nürnberg.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 324,82
  2.  Landkreis Hof: 182,49
  3.  Stadt Hof: 181,12
  4.  Landkreis Kulmbach: 132,74
  5.  Landkreis Bayreuth: 117,69
  6.  Stadt Bayreuth: 102,96
  7.  Stadt Nürnberg: 102,24
  8.  Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim: 99,99 (=100,0)

Rückblick zum Stand vom 16.02.2021: Inzidenz unter 35 - hier wäre Raum für Corona-Lockerungen

In Franken ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin rückläufig. Einen Wert von unter 50 haben im Augenblick ganze 15 fränkische Regionen (Stand: 16.02.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Unterdessen gilt jedoch eine Inzidenz von 35 als neues Corona-Ziel der Bundesregierung. Diesen Wert weisen am Dienstag immerhin sieben fränkische Regionen auf. In diesen Städten und Landkreisen wäre nach jetzigem Stand Raum für Lockerungen vorhanden. 

Die niedrigsten Corona-Zahlen in ganz Franken weist aktuell die Stadt Schweinfurt auf. Hier liegt die Inzidenz am Dienstag bei gerade einmal 5,62 - das ist aktuell der niedrigste Wert in ganz Deutschland. Die unterfränkische Stadt hat aus diesem Grund bereits entsprechende Lockerungen in Aussicht gestellt.

Auf Platz zwei folgt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Dort beträgt der Corona-Wert 22,17. Die frankenweit drittwenigsten Neuinfektionen - mit einer Inzidenz von 25,25 - gibt es im Augenblick im Landkreis Roth. In den Landkreisen Schweinfurt (28,59), Erlangen-Höchstadt (29,14) und Bad Kissingen (31,00) sowie in der Stadt Erlangen (33,77) liegt der Inzidenzwert ebenfalls unterhalb der Zahl 35.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Stadt Schweinfurt: 5,62
  2.  Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 22,17
  3.  Landkreis Roth: 25,25
  4.  Landkreis Schweinfurt: 28,59
  5.  Landkreis Erlangen-Höchstadt: 29,14
  6.  Landkreis Bad Kissingen: 31,00
  7.  Stadt Erlangen: 33,77

Höchste Inzidenz: Im Landkreis Wunsiedel gibt es frankenweit die meisten Infektionen

Am Dienstag gibt es in Franken lediglich vier Regionen mit einem Inzidenzwert von über 100 (Stand: 16.02.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Frankens Corona-Hochburgen bleiben dabei die Regionen im Grenzbereich zu Tschechien.

Die meisten Neuinfektionen gibt es im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge. Hier liegt die Inzidenz aktuell bei 236,74. Platz zwei im Ranking belegt die Stadt Hof mit einem Wert von 207,31. Im Landkreis Hof (168,77) gibt es momentan die drittmeisten Neuinfektionen Frankens. Auch der Landkreis Bayreuth liegt mit einer Inzidenz von 104,18 knapp über der kritischen 100-er-Marke.

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 236,74
  2.  Stadt Hof: 207,31
  3.  Landkreis Hof: 168,77
  4.  Landkreis Bayreuth: 104,18

 

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Symbolbild: Nürnberg, Peggy und Marco Lachmann-Anke/ Pixabay.com