Das Unwetter, das am Dienstagabend (14. Juli 2026) über weiten Teilen Frankens gewütet hat, hat Spuren hinterlassen. Auch am Donnerstag (16. Juli 2026) waren in Nürnberg noch Auswirkungen spürbar. Das Technische Hilfswerk (THW) ist am Nachmittag gegen 16 Uhr zu einem Einsatz im Stadtteil Boxdorf alarmiert worden. Der vorangegangene Sturm hatte das Dach einer Lagerhalle so stark beschädigt, dass es als einsturzgefährdet galt, wie Stefan Mühlmann, Ortsbeauftragter des THW Nürnberg, im Gespräch mit inFranken.de bestätigt.
Vor Ort seien zuerst ein Fachberater und ein Baufachberater des THWs gewesen, die gemeinsam mit der Stadt Nürnberg entschieden, dass das Hallendach abgestützt werden musste. Das Dach habe sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits gewölbt.
50 Einsatzkräfte sichern Dach ab - gefährliche Entwicklung durch Unwetter beobachtet
Die Last, so der Sprecher, habe sich von den Trägern auf nicht dafür ausgerichtete Stellen verschoben. Wie Mühlmann gegenüber der Redaktion betont, befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Menschen mehr in dem Gebäude. Gerade bei der dynamischen Wetterlage, Gewitter und weiterem Regen hätte sich die Last womöglich noch vergrößert. Wann genau es zu einem Einsturz gekommen wäre, könne auch das THW nicht hundertprozentig vorhersagen. "Aber man geht dann lieber auf Nummer sicher", äußert Mühlmann. Auch im Raum Erlangen hat das Unwetter am Dienstag (16. Juli 2026) gewütet. Der Starkregen forderte mehrere Schwerverletzte an der A73. Außerdem hat der Regen in Franken ein historisches Gebäude geflutet.
Insgesamt waren nach seiner Aussage rund 50 Einsatzkräfte des THW Nürnberg, Erlangen und Neustadt an der Aisch vor Ort sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr Nürnberg. Sie errichteten ein Gerüst und fingen die Leichtbauplatten an der Decke ab, sodass ein Einsturz verhindert werden konnte. In die Tiefe gestürzt sind am Dienstag in Franken auch etliche Störche. Das Unwetter hatte zahlreiche tote Tiere zur Folge.
Nach dieser provisorischen Stabilisierungsmaßnahme, wird jetzt ein Gutachter und eine Baufirma benötigt, die die Schäden am Dach repariert. THW Ortsbeauftragter Mühlmann betonte gegenüber inFranken.de, dass während des Einsatzes zu keinem Zeitpunkt Menschen in Gefahr waren.