Ein 59-jähriger Mann steht seit Dienstag (14. Juli 2026) vor dem Landgericht in Nürnberg. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau jahrelang zum Sex mit anderen Männern gezwungen und seine Stieftochter missbraucht zu haben. Die Anklage lautet schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in 250 Fällen sowie Vergewaltigung in 80 Fällen. Zu Beginn des Prozesses wies der Mann die Vorwürfe zurück.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Mann aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt seine Frau auf einem Rastplatz an der A73 festgehalten haben, damit drei unbekannte Männer sie vergewaltigen konnten. Außerdem soll er über das Internet Kontakt zu fremden  Männern aufgenommen und diese zu sich und seiner Frau für Sex nach Hause eingeladen haben.

Einvernehmlich - Angeklagter äußert sich vor Nürnberger Gericht zu Vorwürfen

Diese habe dabei nur mitgemacht, weil sie Angst gehabt habe, dass ihr Mann sie sonst wieder schlage, heißt es in der Anklageschrift. Demzufolge soll der Mann von 2004 bis 2011 seine 1997 geborene Stieftochter im Kinderzimmer und in einem Hinterraum seiner Werkstatt wiederholt missbraucht haben. 

Der Anklagte äußerte sich einem Gerichtssprecher zufolge umfangreich zu den Vorwürfen. Demnach bestritt er den sexuellen Missbrauch seiner Tochter und den Vorfall auf dem Rastplatz. Die sexuellen Kontakte mit dritten Männern seien einvernehmlich gewesen, sagte er laut dem Sprecher. Das Landgericht hat für den Prozess insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt.

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