Die Polizei in Nürnberg durchsucht nach Angriffen auf einer Demonstration die Wohnungen von mehreren Verdächtigen. Dabei handele es sich um mutmaßliche Demonstranten aus der linken Szene, sagte ein Polizeisprecher. Diese stehen ihm zufolge im Verdacht, während Gegendemonstrationen zu einer Versammlung der Gruppe "Team Menschenrechte Nürnberg" mehrere Polizeibeamte angegriffen und acht von ihnen verletzt zu haben.
Insgesamt wurden 24 Wohnungen durchsucht, der Schwerpunkt lag in Nürnberg. Weitere Objekte befanden sich in Erlangen, Fürth, Hersbruck, Heroldsbach, Baiersdorf, Passau, Senden, Leipzig und Münster. "Die Durchsuchungen verliefen problemlos", hieß es. "Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen am 26.04.2025 in Nürnberg."
Gewalt bei Demo in Nürnberg - mehrere Objekte in Franken durchsucht
Der bayerische Verfassungsschutz beobachtet die Gruppe "Team Menschenrechte Nürnberg", weil sich deren politische Zielsetzung gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung richten könnte. Diese ruft regelmäßig in Nürnberg zu Demonstrationen auf, an denen sich auch immer wieder Anhänger der rechtsextremen Szene beteiligen.
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Bei der Versammlung im April vergangenen Jahres zogen nach Polizeiangaben zwischenzeitlich etwa 400 Teilnehmer durch die Nürnberger Innenstadt. Gegendemonstranten versuchten demnach immer wieder, zu der anderen Versammlung zu gelangen und den Demonstrationszug zu blockieren.
Dabei kam es laut der Polizei immer wieder zu Angriffen auf Polizeikräfte. Inzwischen habe man eine Reihe von Tatverdächtigen ermittelt, sagte der Polizeisprecher.