Am Samstagmittag (29.11.2025) informierte ein 59 Jahre alter Mann den Polizeinotruf darüber, dass er seinen Bekannten in ihrer gemeinsamen Wohnung im Westen von Nürnberg mit einem Messer schwer verletzt habe. Die eintreffenden Streifenkräfte fanden seine Angaben vor Ort bestätigt, schreibt das Polizeipräsidium Mittelfranken dazu in einer aktuellen Pressemeldung.
Nachdem der 59-Jährige gegen 12:45 Uhr den Notruf abgesetzt hatte, begaben sich mehrere Streifenbesatzungen sowie Einsatzkräfte des USK Mittelfranken zur Wohnung in der Tassilostraße.
Mann verletzte Mitbewohner mit Messer lebensgefährlich - USK-Einsatz in Nürnberg
Die Polizei verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu der genannten Wohnung. In einem Zimmer trafen die Beamten auf den Tatverdächtigen (deutsch), der sich ohne Widerstand festnehmen ließ. Im Wohnzimmer entdeckten die Einsatzkräfte den 50-jährigen Verletzten. Er saß mit einer blutenden Schnittwunde im Halsbereich in einem Sessel.
Die Polizisten leisteten erste Hilfe, bis der Notarzt eintraf. Anschließend brachte der Rettungsdienst den Mann mit als lebensgefährlich eingestuften Verletzungen ins Krankenhaus.
Der 59-jährige Beschuldigte sowie dessen Lebensgefährtin, die sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, wurden zur weiteren Befragung zur Dienststelle gebracht. Ein freiwilliger Alkoholtest bei dem Tatverdächtigen ergab einen Wert von über drei Promille. Die von der Staatsanwaltschaft veranlasste Blutentnahme führte ein Arzt auf der Polizeidienststelle Nürnberg-West durch.
Die Staatsanwaltschaft hat Haftantrag gegen den Beschuldigten gestellt. Er wird im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter zur Haftprüfung vorgeführt.
Die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung führt die Polizeiinspektion Nürnberg-West. Nach derzeitigen Erkenntnissen ist von einer Streitigkeit im Vorfeld der Tat auszugehen.