Bereits am 21. Dezember 2025 raubten zwei damals noch unbekannte Männer einen 29-Jährigen nach einem fingierten Sextreffen im Nürnberger Stadtteil Langwasser aus. Inzwischen befinden sich drei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Davon berichtete das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag.

Der 29-Jährige hatte sich über Snapchat mit zwei ihm unbekannten Männern an der U-Bahn-Station Langwasser Nord zu einem Sextreffen verabredet. Nachdem sie gemeinsam zum eigentlichen Tatort gelaufen waren, bedrohten die beiden 21-Jährigen ihn mit einem Messer und einem Pfefferspray. Sie raubten das Mobiltelefon des 29-Jährigen und forderten ihn zudem auf, Bargeld bei einem Automaten abzuheben. So erbeuteten sie etwa 3000 Euro. Anschließend flüchteten die Tatverdächtigen. Der Geschädigte wurde bei der Tat nicht verletzt und informierte am nächsten Tag die Polizei.

Mann in Nürnberg bei vorgetäuschtem Sextreffen ausgeraubt - Polizei bittet um Hinweise

Dem zuständigen Fachkommissariat für Raub- und Erpressungsdelikte der Kriminalpolizei Nürnberg gelang es inzwischen, die beiden 21-jährigen Tatverdächtigen zu ermitteln. Zudem geriet ein 23-Jähriger ins Visier der Beamten. Gegen ihn besteht der Verdacht, dass er gemeinsam mit den beiden anderen Anfang Januar 2026 eine weitere Tat begehen wollte.

Dies scheiterte vermutlich lediglich daran, dass einer der mutmaßlichen Täter kurz vor dem vereinbarten Treffen von der Polizei festgenommen wurde. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurden inzwischen Haftbefehle gegen alle drei Tatverdächtigen erlassen. Sie befinden sich derzeit in Untersuchungshaft.

Es ist nicht auszuschließen, dass es in der Vergangenheit zu weiteren Taten mittels fingierter Sextreffen durch diese Tätergruppierung gekommen ist, von denen die Ermittlungsbehörden bislang keine Kenntnis haben. Die Kriminalpolizei Nürnberg bittet deshalb mögliche weitere Geschädigte, sich unter der Telefonnummer 0911 2112 - 3333 bei der Polizei zu melden. Zudem prüfen die Beamten, ob die Tatverdächtigen für bereits bekannte Taten aus dem Nürnberger Stadtteil Langwasser infrage kommen.