Update vom 30.03.2026, 6.11 Uhr: Nachbar spricht über tote Familie - "besonders für das Kind"

Nach dem tragischen Fund von drei Toten in einem Einfamilienhaus in Hohenstadt hat ein Nachbar der Familie seine Eindrücke im Gespräch mit Vifogra geschildert. "Wir haben heute früh eigentlich nur mitbekommen, dass eine ganze Menge Sankas aufgetaucht sind und auch Polizei und dass die Feuerwehr dann auch die Straße gesperrt hat. Dann haben wir uns schon gedacht, dass irgendetwas Größeres passiert sein muss", berichtet der Anwohner. Mit einem derartigen Ausmaß habe jedoch niemand gerechnet. Im Gespräch erklärt der Nachbar, dass bei ihm zunächst Angst aufgekommen sei. Diese sei besonders groß gewesen, weil zunächst unklar war, wie es zu der Tat gekommen ist. Er habe daran gedacht, dass es sich möglicherweise um ein Kapitalverbrechen wie einen Einbruch oder Überfall handeln könnte.

"Wenn es das direkte Nachbargebäude ist, dann hat man natürlich selber Angst", so der Mann. Sollte sich jedoch bestätigen, dass sich die Tat innerhalb der Familie abgespielt hat, sei dies noch bedrückender "besonders für das Kind", wie der Nachbar betont. Die Familie sei erst vor einigen Jahren nach Hohenstadt gezogen und habe das Haus und Grundstück erworben. "Sie hatten eigentlich vor, dann hier eine Praxis zu eröffnen, weil er Zahnarzt ist, aber man hatte wenig Kontakt mit der Familie. Die haben sich schon ein bisschen abgeschottet", fasst der Nachbar die Situation zusammen. Auffällig sei gewesen, dass vor einigen Tagen der Schornsteinfeger zu Besuch war, die Familie aber trotz Termin nicht geöffnet habe.

"Das war das Einzige, was komisch war, aber da denkt man sich ja nichts gleich dabei, dass sie im Endeffekt vielleicht schon seit mehreren Tagen tot in der Wohnung liegen", erklärt der Interviewpartner im Gespräch mit Vifogra. Streit oder ähnliche Vorkommnisse habe er nicht mitbekommen. "Sonst, wenn das Kind draußen gespielt hat, das hat man immer gehört. Das war immer sehr lebenslustig gewesen und sehr laut", erinnert er sich und merkt an, dass das Kind in letzter Zeit nicht draußen zu sehen gewesen sei, was er jedoch auch dem schlechten Wetter zuschreibt.

Mutmaßliches Tötungsdelikt in Einfamilienhaus in Pommelsbrunn

Eine Zeugin hatte am Sonntagvormittag (29. März 2026) ein mutmaßliches Tötungsdelikt im Pommelsbrunner Gemeindeteil Hohenstadt (Kreis Nürnberger Land) gemeldet, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer Mitteilung erklärt. Die Polizei fand kurz darauf drei tote Personen in einem Wohnhaus auf.  Gegen 11.20 Uhr meldete sich demnach eine Zeugin bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei. Aufgrund ihrer Angaben war laut Polizei davon auszugehen, dass sich in einem Einfamilienhaus in der Hauptstraße ein Tötungsdelikt ereignet hat. 

Als alarmierte Streifen der Polizeiinspektionen Hersbruck, Lauf a. d. Pegnitz und Altdorf b. Nürnberg vor Ort eintrafen, bestätigte sich dieser Verdacht. Die Beamten fanden in dem Haus drei tote Personen auf. Die Einsatzkräfte der Pommelsbrunner Ortsteilfeuerwehren Hohenstadt und Eschenbach sperrten anschließend den Tatort weiträumig ab. Zudem begaben sich Einsatzkräfte der Psychosozialen Notfallversorgung, des Rettungsdienstes sowie ein Notarzt nach Hohenstadt. 

In der Folge übernahm die Kriminalpolizei Schwabach die Sachbearbeitung vor Ort. Bei den Personen handelt es sich laut Präsidium um einen 51-jährigen Mann, eine 51-jährige Frau sowie deren zehnjährige Tochter. Den ersten Ermittlungen zufolge gebe es keine Hinweise auf die Beteiligung einer weiteren Person, heißt es. Der genaue Ablauf sowie die Hintergründe der Tat seien nun Gegenstand weiterer Ermittlungen, welche die Schwabacher Mordkommission in "enger Absprache" mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth führe, wie die Polizei abschließend erläutert.

Erstmeldung vom 29.03.2026, 15.13 Uhr: Drei Tote in Pommelsbrunn gefunden - Mädchen (10) darunter

Drei Tote sind in einem Einfamilienhaus in Pommelsbrunn (Kreis Nürnberger Land) gefunden worden. Bei ihnen handele es sich um zwei Erwachsene und ein Kind, sagte ein Polizeisprecher zu inFranken.de. Demnach handele es sich um ein zehnjähriges Mädchen sowie ihren 51-jährigen deutschen Vater und ihre ebenfalls 51 Jahre alte deutsch-griechische Mutter.

Die Toten seien am Sonntagmittag (29. März 2026) gegen 11.20 Uhr in dem Haus an der Hauptstraße im Gemeindeteil Hohenstadt gefunden worden. Eine Zeugin habe Angaben gemacht, die ein Tötungsdelikt in dem Haus vermuten ließen. Ersten Ermittlungen zufolge sei jedoch nicht von der Beteiligung einer weiteren Person auszugehen, hieß es. Die Spurensicherung war am Nachmittag noch vor Ort. Weitere Details waren zunächst unklar. 

Erst kürzlich hatte ein spektakulärer Mordfall die Gemeinde Pommelsbrunn in Atem gehalten: Ein damals 51-jähriger Mann hatte im September 2024 seine Ehefrau umgebracht. Nach der Leiche wurde monatelang gesucht. ami/mit dpa