Die Natursteinbrücke am Happurger See gilt als spannendes Ziel für alle, die gerne draußen unterwegs sind. In der ruhigen Landschaft rund 30 Kilometer östlich von Nürnberg könnt ihr eine eindrucksvolle Felsformation entdecken, die jedes Jahr viele Ausflügler anzieht. Die Lage direkt neben dem Hohlen Fels macht den Ort zusätzlich interessant. 

Wer die Umgebung besucht, erlebt nicht nur eine schöne Landschaft, sondern auch einen Einblick in die Geschichte der Region. Die Natursteinbrücke und die benachbarte Höhle sind eng mit der Entwicklung der Fränkischen Alb verbunden und bieten einen guten Übergang zu den spannenden Hintergründen, die sich hier verbergen. 

Die Geschichte des Naturspektakels "Hohler Fels" am Happurger See 

Der Hohle Fels ist eine Karsthöhle auf der Houbirg bei Happurg. Sie misst rund 16 Meter in der Länge und sechs Meter in der Höhe. Aufgrund archäologischer Funde aus der Steinzeit und der Urnenfelderzeit wurde sie als Bodendenkmal in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen. Diese dient dem Freistaat Bayern als wichtiges Instrument, um historische Stätten zu dokumentieren und zu schützen.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in der Höhle zahlreiche Fundstücke entdeckt. Dazu gehören Werkzeuge und Keramikreste, aber auch Knochen eiszeitlicher Tiere. Unter den identifizierten Arten finden sich Höhlenbär, Höhlenhyäne, Wildpferd, Riesenhirsch, Rentier und Wollnashorn. Die Funde zeigen, wie lange der Ort bereits genutzt und von Menschen wie Tieren aufgesucht wurde. 

Auch die Natursteinbrücke selbst bietet viele Eindrücke. Besonders zu Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang entsteht ein warmes Lichtspiel auf den Felsen, das viele Fotografen anzieht. Gleichzeitig leben in der Umgebung zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die hier gute Bedingungen finden. In alten Erzählungen der Region taucht die Brücke zudem immer wieder auf. Geschichten über verborgene Schätze oder rätselhafte Begegnungen verleihen der Felsformation bis heute eine geheimnisvolle Note. 

Wanderungen um den Happurger See – unsere Lieblingswege 

Die Wanderwege rund um den Happurger See bieten euch verschiedene Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Eine der beliebtesten Routen ist die moderat begehbare Stausee-Runde, die sich gut für einen entspannten Ausflug eignet. Auf den 9,23 Kilometern erwarten euch mehrere Aussichtspunkte und abwechslungsreiche Stationen, die den Weg kurzweilig machen. Da der Startpunkt sowohl mit Bus und Bahn als auch mit dem Auto gut erreichbar ist, eignet sich die Tour für viele Ausflügler. Unterwegs kommt ihr am Hohlen Fels vorbei und könnt an Kneippanlagen oder Raststellen am Wasser eine Pause einlegen. Für die Strecke solltet ihr etwa drei Stunden einplanen, was sie besonders für Familien und Einsteiger attraktiv macht. 

Eine weitere Möglichkeit ist der Hohe Fels Wanderweg über den Houbirg. Diese Route beginnt am Reckenberg und führt euch durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der ihr die Besonderheiten des Houbirg entdecken könnt. Das Felsentor beim Hohlen Fels bildet auch hier den Höhepunkt der Tour. Da der Weg nur rund 4,5 Kilometer lang ist und einen Höhenunterschied von 150 Metern aufweist, lässt er sich in etwa zwei Stunden gut bewältigen. 

Wenn ihr eine größere Herausforderung sucht, bietet sich die umfassende Wanderroute um die Houbirg an. Ausgangspunkt ist ebenfalls der Wanderparkplatz in Reckenberg. Von dort führt euch die Rotpunkt-Strecke direkt zum Hohlen Fels. Anschließend geht es weiter über das Steinerne Gaßl zur Happurger Quelle und entlang des GEO-Pfads, der viele spannende Einblicke in die Natur bietet. Mit einem Anstieg von 402 Metern und einem Abstieg von 398 Metern zählt die Tour zu den anspruchsvolleren Wegen. Für die rund sieben Kilometer lange Strecke benötigt ihr mehr als drei Stunden, wodurch sie sich vor allem für geübte Wanderer eignet. 

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