Als bisher letzte Aktion wurden auf Facebook mehrere Accounts unter dem Pseudonym "Werner Volker" angelegt, heißt es in einer Pressemitteilung des BRK. Über diese Accounts würden auf einschlägigen Seiten Gedankengut verbreitet, das weder die Meinung des betroffenen Mitarbeiters noch des gesamten Kreisverbandes widerspiegelt. Nun sollen Ermittler der Zentralstelle Cybercrime Bayern helfen. Zu den laufenden Ermittlungen könne man keine Aussagen machen, meint ein Sprecher der Behörde, die ihren Sitz in Bamberg hat.
"Fast jeden Tag gehen bei der Geschäftsstelle Beschimpfungen per E-Mail ein", erklärt BRK-Kreisgeschäftsführer Ralph Engelbrecht. Sogar wegen Morddrohung werde durch die Staatsanwaltschaft ermittelt. "In einer Nachricht stand unter anderem 'Passt auf eure Autos auf, seht auf eure Radmuttern'. Das hat unsere Leute stark verunsichert", so Engelbrecht.


Falsche Internet-Buchungen

Der Psycho-Terror gegenüber den BRK-Beschäftigten umfasst auch gefälschte Internet-Bestellungen, Kreditverträge und Reisebuchungen - alle getätigt im Namen der Angestellten. Ziel war es hier, die Kreditwürdigkeit der betroffenen Mitarbeiter zu zerstören. Dies sei auch in Mails vorher angekündigt worden. "Im nächsten Schritt wurde angedroht, die Mitarbeiter im Internet als pädophil darzustellen. Dies wurde leider auch bei einem der betroffenen Beschäftigten so durchgeführt", bedauert Engelbrecht.

Schon über 30 Strafanzeigen wurden im Laufe der letzten beiden Jahre gestellt. Aber weiter ist nicht klar, wer hinter diesen Attacken steckt.