Keine Konkurrenz und dennoch eine Stichwahl: Zu diesem kuriosen Ergebnis führte die Bürgermeisterwahl am vergangenen Wochenende in der unterfränkischen Gemeinde Mittelsinn (Landkreis Main-Spessart). Philipp Kuhn war der einzige Kandidat auf dem Wahlzettel.

Er trat für CSU, SPD und die Unabhängigen Bürger an und konnte bei der Wahl 49,1 Prozent der Stimmen erreichen. Dieses Ergebnis reicht nicht, denn sogenannte "wählerbenannte Personen“ kamen laut Angaben der Gemeinde auf 50,9 Prozent der Stimmen. Gegen wen Kuhn nun am 22. März 2026 antreten wird, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Bizarres Wahlergebnis: Stichwahl in Mittelsinn trotz alleiniger Bürgermeisterkandidatur

Die Wahlbeteiligung in Mittelsinn lag bei 75,7 Prozent, wahlberechtigt waren 625 Bürger. Bislang bekleidete Philipp Kuhn das Amt des dritten Bürgermeisters. Der bislang erste Bürgermeister der Gemeinde war Dirk Schiefer (CSU, SPD, Unabhängige Bürger), dieser trat allerdings nicht zur Wahl an. 


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Dieselbe kuriose Geschichte ereignete sich am Wahlwochenende auch in der Gemeinde Chiemsee, der kleinsten Gemeinde Bayerns. Bürgermeister Armin Krämmer (Freie Wählergemeinschaft Chiemsee) war zwar der einzige, der sich um das Amt beworben hatte, muss nun jedoch ebenfalls in die Stichwahl. Nach dem Zwischenergebnis der Verwaltungsgesellschaft Breitbrunn am Chiemsee erzielte Krämmer nach Auszählung aller Stimmen nur 47,7 Prozent. 52,3 Prozent der insgesamt 144 Wahlberechtigten schrieben andere Namen auf den Stimmzettel. 

Krämmers Gegner bei der Stichwahl ist mittlerweile bekannt. Der aktuelle Bürgermeister wird gegen Michael Lanzinger antreten, der auf insgesamt 21,5 Prozent der Stimmen kam. Zu einem kuriosen Ergebnis kam es auch bei der Bürgermeisterwahl im Weitere Neuigkeiten zur Kommunalwahl 2026 findest du hier. 

(mit Material der dpa)